Lesetipp
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Das bedeutet der Verkauf des „Tagblatts der Stadt Zürich“ politisch und wirtschaftlich
Das "Tagblatt" hat eine Auflage von etwa 100'000 Exemplaren pro Woche. Jetzt hat Christoph Blocher den Titel nach Bern verkauft. Wie lange solche Printzeitungen noch überleben, ist jedoch unklar. Bild: Lorenz SteinmannÜberraschend hat Christoph Blocher seine Zeitungen inklusive „Tagblatt der Stadt Zürich“ ans Nachrichtenportal Nau in Bern verkauft. CEO Yves Kilchenmann betont aber, dass man weiterhin Amtsblatt bleiben will – und 2027 wieder eine Offerte einzureichen gedenkt. Aus der Politik ist Skepsis spürbar.
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Die Politikerin aus Prinzip
„Ich gehöre nicht zu den Kantonsräten, die tausend Anfragen einreichen“, sagt Cristina Cortellini (53). Bild: Pascal Turin
Die Grünliberale Cristina Cortellini ist Politikerin mit Leib und Seele. Sie liebt es, Verantwortung für ihre Wohngemeinde Dietlikon und für den Kanton Zürich zu übernehmen. Die Kantonsrätin sucht den Konsens – denn Extrempositionen sind ihr zuwider.
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„Ich habe mich auch nicht erkannt“ – trotzdem lehnte Ueli Maurer sein Porträt nicht ab
Nicht gerade das staatsmännisch wirkende Gemälde ist diese Interpretation (Ausschnitt) von alt Bundesrat Ueli Maurer (SVP) durch den Künstler Dieter Hall. Gleichwohl hängt es in der Ahnengalerie der kantonalen Verwaltung. Bild: zvgRegierungsrat Martin Neukom (Grüne) lehnte drei Porträtentwürfe ab. Doch lange nicht alle Gemälde in der Ahnengalerie gelten bei Kunstlaien als schön – so etwa jene von Christoph Blocher, Markus Notter oder Ueli Maurer. Alt Bundesrat Maurer erklärt gegenüber Rathuus, warum er sein Porträt damals trotzdem akzeptierte.
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McDonald’s-Baugesuch: Nachhilfeunterricht für den Zürcher Stadtrat
Trotz Denkmalschutz: So markant wären die beiden Kamine nach den Plänen von McDonald's geworden. Dagegen hatten die Rekurrenten etwas, und sie wurden vom Baurekursgericht gestützt. Bild: zvgExperten reiben sich die Augen: Das Baurekursgericht des Kantons Zürich hat eine Baubewilligung des Stadtratskollegiums mit André Odermatt (SP), Simone Brander (SP) und Filippo Leutenegger (FDP) weggefegt. Wegen Bedenken rund um die Abluftkamine. Gewonnen hat hingegen ein einflussreicher Anwalt und Zünfter.
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Tobias Langenegger wollte FCZ-Fussballer werden, jetzt ist er bald Stadtrat
Das interessiert den zukünftigen Stadtrat Tobias Langenegger (SP) derzeit am meisten: explodierende Mieten. Bild: zvgIm indiskreten Interview mit Rathuus gibt der zukünftige Zürcher Stadtrat Tobias Langenegger (SP) Einblick in sein Leben und seine Haltungen. Zudem wird geklärt, was es mit seiner Genossenschaftswohnung auf sich hat.
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Die Velo-Ignoranz des Regierungsrats – mit Parallelen zum Spritzenverbot 1985
Neben dem Neumühlequai wurde auch ein temporärer Veloweg auf der Walchestrasse wieder zurückgebaut – durch den Kanton und ohne Rücksicht auf Verluste. Bild: Lorenz Steinmann
Der Regierungsrat lässt seine Muskeln spielen und foutiert sich um die Velosicherheit bei der Baustelle rund um den Zürcher Hauptbahnhof. Das weckt Erinnerungen an das Spritzenverbot 1985. Ist die frühere Hetzerei gegen Heroinabhängige das heutige Velo-Bashing? Ein Trauerspiel in vier Kapiteln.
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Politgeograf Michael Hermann überrascht durch Nähe zu den Bürgerlichen
Dieser Gastkommentar von Politgeograf Michael Hermann in der bürgerlichen "Wohnziitig Züri" gegen die zwei linken Wohninitiativen wirft Fragen auf. Bild: Pascal Turin
Die Gegner der beiden Mieter-Initiativen, die am 14. Juni zur Abstimmung kommen, rühren mit der grossen Kelle an. Dazu konnten sie Politgeograf Michael Hermann ins Boot holen. Hermann sagt gegenüber Rathuus: „Es passt mir, wenn man mich nicht auf sicher politisch verorten kann.“
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Von Überraschungen und nicht mehr gewählten Polit-Promis
Nach gut 30 Jahren wurde Bernhard im Oberdorf nicht mehr in den Gemeinderat gewählt. Einer der Gründe: Er wechselte von der SVP zur Mitte. Bild: Lorenz SteinmannDie Verschiebungen bei den Parteistimmen im Zürcher Gemeinderat sorgten für dicke Überraschungen. Fazit: Viele Vorstösse und Medienpräsenz scheinen nicht nur förderlich für eine Wiederwahl.
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Lieber Mörtel als Begrünung
Hier werden nie Malven gedeihen. Die Stadt setzt lieber auf undurchlässigen Mörtel. Bild: Lorenz SteinmannSchon der Schaffhauserplatz glänzt mit einer reinen Asphalt- und Betonoberfläche. Ein neues Beispiel vom Bucheggplatz zeigt, wie herzlos Zürichs Planer gegenüber der Natur sind.
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Im Wahlkampf übersehen: die Frauen
In einer Gastkolumne äussert sich Gemeinderatskandidatin Nathalie Zeindler (Die Mitte) pointiert. Bild: zvgDie Journalistin und Mitte-Politikerin Nathalie Zeindler ist überzeugt: „Repräsentation bedeutet, dass wir den Mut aufbringen, die Dynamik der Basis auch an der Spitze zuzulassen.“ Für sie ist es symptomatisch, wie die Stadtratskandidatinnen in der öffentlichen Wahrnehmung oft weniger Plattformen erhalten.
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Erinnerungen an Karl Lüönd
Eines der wohl letzten Fotos: Karl Lüönd im Oktober 2025. Links neben ihm seine Lebenspartnerin Esther Scheidegger sowie der Autor dieses Nachrufs. Bild: zvg
Er war jahrzehntelang die einordnende Stimme, wenn es um die Medienwelt ging. Und eine Zeit lang bestimmte er die Politik in Zürich mit. Jetzt ist der Wahl-Winterthurer Karl Lüönd gestorben.
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„Bist du eigentlich ein Mann oder eine Frau?“ – Jascha zwischen Hort, Quartier und Parlament
Reelle Chancen: Jascha Harke steht auf der Liste der SP Wahlkreis 10 auf Platz 4, also nur einen Platz hinter den Bisherigen Florian Utz, Lisa Diggelmann und Matthias Egloff. Bild: Daria SemenovaJascha Harke ist 19 Jahre alt und kandidiert im März im Kreis 10 auf der SP-Liste für den Zürcher Gemeinderat. Ein Porträt im Gehen durch das kleine und grosse Zürich.
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Welche bekannten Namen nicht mehr antreten und welche Promis für Schub sorgen wollen
Vielleicht grafisch etwas überladen, aber inhaltlich durchaus originell: So präsentiert sich die GLP, die noch klassisch auf Plakate setzt. Bild: Lorenz SteinmannImmerhin 1081 Menschen bewerben sich um die 125 Sitze im Zürcher Gemeinderat. Doch nur knapp jede neunte Person wird auch tatsächlich gewählt am 8. März. Wir haben die Listen durchforstet – und ehren die nicht mehr Antretenden.
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Gemeinderatswahlen: So stehen die Chancen von FDP, SP & Co. – und jene der Zürcher Volkspartei
Wahlkampf im Jahr 2022: So kreativ warben die Parteien um die Gunst der Wählerschaft. Archivbild: Lorenz SteinmannZwölf Parteien und Gruppierungen wollen ins Stadtzürcher Parlament einziehen. Neben den üblichen Verdächtigen sind auch solche darunter, die nicht im Gemeinderat vertreten sind. Wir sagen, wer realistische Chancen hat und wer auf ein Wunder hoffen muss.
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Aufmerksamkeit ist ihr wichtig – aber nicht um jeden Preis
Die Wetziker Kantonsrätin Andrea Grossen-Aerni (52) ist seit über 30 Jahren Mitglied der EVP. Bild: Pascal Turin
Die EVP fällt selten medial auf – was wohl vor allem ihrer Grösse geschuldet ist. Das heisst aber nicht, dass ihre Vertreterinnen und Vertreter keine klare Haltung haben. Eine von ihnen ist die Kantonsrätin Andrea Grossen-Aerni. Sie steht für ein respektvolles Miteinander und will in Wetzikon Schulpräsidentin werden.
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Täterschutz in der Kulturbranche: Wer Talent hat, darf auch übergriffig sein
Unsere Autorin Lara Alina Hofer kritisiert den Kulturkuchen aus eigener Erfahrung. Bild: Lara Alina HoferEine Rezension über den Roman „Gaslicht“ von Jessica Jurassica wird zum Dialog mit ihr. Die Autorin schreibt darin über Gewalt, Trauma und Übergriffe in der Kulturbranche. Kolumnistin Lara Alina Hofer (23) reflektiert über eigene Erfahrungen in Zürich – und hat es satt, um den heissen Brei zu reden.
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Wie schon Ex-Stapi Elmar Ledergerber: Mit diesem Slogan will Raphael Golta in Zürich gewinnen
Preaching to the choir: SP-Stadtrat Raphael Goltas Inserat in der linken "Wochenzeitung WOZ". Bild: Lorenz SteinmannJetzt geht der Wahlkampf um das Zürcher Stadtpräsidium in die heisse Phase: Während FDP-Kandidat Përparim Avdili mit frechen Sujets überzeugen will, setzt SP-Stadtrat Raphael Golta darauf, dass ihm die Wählerschaft vertraut. Das hat er offensichtlich von seinem prominenten Vorvorgänger Elmar Ledergerber abgeschaut.
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Absitzen, essen, gehen – Zürichs neue Restaurantkultur
Das Restaurant Lulu am Sechseläutenplatz in Zürich: Wenn einer der Rathuus-Redaktoren essen geht, dann hat er was zu erzählen. Bild: Lorenz Steinmann
Wenn die Stadt Zürich Michel Péclard ein Lokal verpachtet, kann eigentlich nichts schiefgehen. Das ist schon seit der „Pumpstation“ vor über 35 Jahren so. Doch wie der Gastronom mit Gästen im Restaurant Lulu direkt beim Opernhaus umgeht, ist gewöhnungsbedürftig. Ein Kommentar.
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Gehört die Pensionierung abgeschafft? Ein renommierter Journalist findet: ja
Der Titel „Schafft die Pensionierung ab“ ist provokativ, wie man es von einem Journalisten erwarten darf. Der Inhalt des Buchs ist aber differenziert. Kritisiert werden die Linken, aber auch unser starres Rentensystem. Bild: Lorenz SteinmannAuf den ersten Blick ist Felix E. Müllers Streitschrift „Schafft die Pensionierung ab“ primär eine Provokation an die Linken. Doch der ehemalige Chefredaktor der „NZZ am Sonntag“ analysiert unser starres Rentensystem durchaus fundiert – und er schlägt einen Bogen zur SVP-Initiative „Keine 10-Millionen-Schweiz”.
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Stadt und Kanton bekämpfen häusliche Gewalt
Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November wurde bei der Wasserkirche in Zürich mit einer Schuhinstallation Frauen und Kindern gedacht, die 2024 und 2025 getötet worden sind. Bild: Lorenz Steinmann
Häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen sind auch hierzulande ein ernstes Problem. Der Kanton macht darum die Forensic Nurses bekannter – und die Stadt Zürich unterstützt das Frauenhaus sowie das Mädchenhaus finanziell für gezielte Öffentlichkeitsarbeit.
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