Dein Zürcher Politikmagazin

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  • 3 Minuten

    Ein Eldorado für News-Fans

    Kleiner braun-weisser Hund schnüffelt mit geschlossenen Augen direkt in die Kamera.Waldo prüft die Lage – und kommt zum Schluss: Es gibt wieder viel Lesens- und Hörenswertes. Bild: Pascal Turin

    Was gibt es Neues? In dieser Ausgabe von Waldos Medienschau kommen politisch Interessierte auf ihre Kosten. Zur Auswahl stehen Texte der NZZ, des „Spiegels“ und des Onlineportals Tsüri.

    Klar, du hast schon alles gehört, gelesen oder gesehen. Oder vielleicht doch nicht? Unser Redaktionshund Waldo hat wieder einmal nach Lesens- und Hörenswertem gebuddelt. Statt Zusammenfassungen findest du hier Fundstücke, die Lust machen, selbst reinzuhören oder reinzulesen. Und wenn ein Artikel oder eine Podcast-Folge hinter einer Paywall steckt, dann denk daran: Hundeguetzli gibt es auch nicht gratis.

    Wie sich Altstetten immer mehr verändert

    Zürich wächst und wächst. Exemplarisch sieht man das in Quartieren wie Altstetten, die angesagter werden und viele neue Bewohnerinnen und Bewohner anziehen. Dafür muss auch Altes und Bekanntes weichen, darunter wohl bald die Konzerthalle Komplex 457, direkt neben dem Einkaufszentrum Letzipark. Im Veranstaltungsort mit einer Kapazität bis zu 2000 Gästen treten zwar nicht Megastars auf, aber doch immer wieder bekannte Musikerinnen und Musiker wie die australische Hard-Rock-Band Airbourne oder die Mittelalter-Folk-Band Versengold.

    Besitzerin der Immobilie ist laut einem Artikel der NZZ die Pensionskasse Coop. Diese plant einen Neubau mit 135 Wohnungen und 200 Hotelzimmern. „Für die Konzerthalle Komplex 457, die derzeit im Backsteingebäude an der Hohlstrasse untergebracht ist, bedeuten die Pläne der Pensionskasse das Aus“, so Claudia Rey in ihrem lesenswerten Artikel. Heissen soll der geplante 60-Meter-Turm übrigens „Letziterrassen“. Der Text ist nur einen Klick entfernt.

    Wie Wohn-Initiativen für Unruhe sorgen

    Zum Glück habe ich drei gemütliche Hundebettchen, ein grosses, noch viel bequemeres Bett, in dem oft Menschen liegen, und immer einen vollen Futternapf. Kurz gesagt, ich muss mir über meine Wohnsituation keine Gedanken machen. Doch das geht auch anders: Am 14. Juni dürfen die Zürcher Stimmberechtigten gleich über drei kantonale Volksinitiativen befinden, bei denen es ums Wohnen geht. „Wohneigentums-Initiative“, „Wohnungsinitiative“ und „Wohnschutz-Initiative“ lauten die sperrigen und leicht verwechselbaren Namen der politischen Anliegen.

    Das Onlineportal Tsüri hat eine wunderbare Auslegeordnung gemacht und erklärt, um was es bei den Initiativen genau geht – immer schön nach Lehrbuch mit Pro- und Contra-Argumenten. „Das Problem ist klar: In Zürich braucht es mehr bezahlbaren Wohnraum. Die Politik diskutiert aktuell gleich mehrere Lösungsansätze“, schreibt Redaktionsleiterin Isabel Brun. Wer hier klickt, weiss nach der Lektüre Bescheid.

    Wie aus dem Drehbuch eines Gruselfilms

    Als ich diesen Artikel gelesen habe, habe ich mich fast an meinem Hundefutter verschluckt, obwohl der Titel im Print nicht ganz so erschreckend war wie jener der digitalen Ausgabe. Mit „Peter Thiels Mann für Wahrheit und Lüge“ überschrieb der „Spiegel“ den Text in der gedruckten Ausgabe. Online sollte es aber offensichtlich etwas stärker knallen: „Der Peter-Thiel-Jünger, der einen Journalisten-Pranger baut“ – da wurde ich als Redaktionshund natürlich hellhörig. Im Bericht geht es um Aron D’Souza. Er will mit dem Start-up Objection dank künstlicher Intelligenz bewerten, wie faktentreu Medienberichte sind. Investor und Tech-Unternehmer Peter Thiel finanziert das dystopisch anmutende Projekt mit.

    Doch warum dystopisch? Journalistin Angela Gruber erklärt es in ihrem dicht geschriebenen Artikel kurz und knackig. So viel vorweg: „Angegriffene Journalisten sollen Belege einreichen können, versichert D’Souza.“ Doch das Spiel laufe nach seinen Regeln. „Journalistischen Quellenschutz, ein zentrales Prinzip bei investigativen Recherchen, bewertet das System automatisch negativ.“ Wer keine Namen nenne, habe ein Problem. Hier geht es zum Artikel im „Spiegel“.

    Wie ein Fussballer plötzlich verschwand

    Sport als Zaungast interessiert mich jetzt zwar weniger, lieber renne ich selbst, statt anderen beim Rennen zuzusehen. Aber für die Podcast-Folge „Wie Nordkoreas Cristiano Ronaldo verschwand“ von „Der Schlusspfiff“ habe ich gern meine Ohren gespitzt. Erzählt wird die rätselhafte, fast unglaubliche Story von Han Kwang-song aus Pjöngjang. Er war der allererste Nordkoreaner, der in Italiens höchster Fussballliga spielte und sogar traf. „In dieser Folge erzählen wir die aussergewöhnliche Geschichte eines Ausnahmetalents, das nie wirklich frei war“, heisst es in den Shownotes.

    Hinter dem Podcast stecken Antoine Perrenoud und Damjan Bardak – zwei Gastgeber, die mit ganz viel Fussballwissen glänzen und ein grosses Talent für unterhaltsame Gespräche haben. Wir wünschen viel Spass beim Hören.

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  • 5 Minuten

    Aus dem Maschinenraum von „Inside Paradeplatz“

    Zu sehen ist der Journalist Paul Schellenbaum, wie er vor dem Opernhaus Zürich steht. Er hat dunkle, nach hinten gekämmte Haare und einen getrimmten Bart."Wow, ich kann etwas bewirken", merkte Paul Schellenbaum bei "Inside Paradeplatz" rasch. Bild: Lorenz Steinmann

    Das Finanzportal Inside Paradeplatz ist das Feindbild der Banken, der Linken und der Verwaltung. Paul Schellenbaum bildet mit Beni Frenkel den Kern der externen Autorenschaft. Er brennt für seinen Job und ist überzeugt, dass kleine Onlinemagazine wie „Inside Paradeplatz“, aber auch Rathuus, eine grosse Zukunft haben.

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  • 1 Minute

    Medienkrise mit Kohlensäure

    Zwei Männer lächeln bei sonnigem Wetter in die Kamera und stossen im Grünen mit alkoholfreiem Bier an.Ein alkoholfreies Bier in Ehren kann man definitiv nicht verwehren (v. l.): Pascal Turin und Lorenz Steinmann stossen auf der Kanzleiwiese in Zürich an. Bild: Pascal Turin

    Lieber Rhäzünser als Zeitungssterben: In der 32. Folge des Rathuus-Podcasts geht es um die Medienkrise sowie die Lieblingsgetränke von Lorenz Steinmann und Pascal Turin.

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  • 2 Minuten

    Apollo 7: Mission Regierungsrat

    Zürcher Regierungsrat vor galaktischer Sternenkulisse; acht Mitglieder posieren als offizielle Gruppe für das Amtsjahr 2026/27.Regierungsfoto 2026 (v. l.): Staatsschreiberin Kathrin Arioli, Natalie Rickli (SVP), Mario Fehr (parteilos), Silvia Steiner (Mitte), Carmen Walker Späh (FDP), Ernst Stocker (SVP), Jacqueline Fehr (SP), Martin Neukom (Grüne). Bild: Anja Kutter/Staatskanzlei

    Der siebenköpfige Zürcher Regierungsrat hebt ab – zumindest für das offizielle galaktische PR-Gruppenbild. Raumschiff-Kapitänin Carmen Walker Späh hat als Regierungspräsidentin für ein Jahr das Kommando übernommen. Nächster Halt: Wahljahr 2027.

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  • 3 Minuten

    Tscheggsch de Pögg? Was uns Nati-Sponsor Denner mit seinen Chicken-Nuggets sagen will

    Zu sehen ist eine Packung tiefgekühlte Chicken-Nuggets vom Denner. Der Name: "Check-EM Nuggets".Tscheggsch es? Diese "CHECK-EM NUGGETS" von Denner werfen Fragen auf. Bild: Lorenz Steinmann

    „Check-EM“? Die Eishockey-Werbung von Denner, Hauptsponsor der Schweizer Nati, bringt sogar englischsprachige Zeitgenossen ins Schwitzen. Wenn nur unsere Nati eine bessere Angriffsauslösung hat als die komplizierten Wortspielereien des Discounters.

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  • 5 Minuten

    Mit Good News gegen die Negativität

    Ein Spielplatz mit Schaukeln und einem grossen Klettergerüst aus Holz. Der Boden ist mit Holzschnitzeln belegt, die Spazierwege sind entsiegelt. Im Hintergrund ragt ein Hochhaus empor.Die Stadt Winterthur hat den Spielplatz an der Wartstrasse in der Nähe der Schützenwiese umgestaltet. Bild: zvg

    Sie gehen häufig in der Masse unter. Gemeint sind erfreuliche Meldungen aus der Verwaltung. Der Kanton fördert den Freizeitsport in kleinen Gemeinden, Winterthur hat einen Spielplatz entsiegelt und bald ist Frühlingsmarkt in der Stadtgärtnerei Zürich.

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  • Das bedeutet der Verkauf des „Tagblatts der Stadt Zürich“ politisch und wirtschaftlich

    Zu sehen ist das Titelblatt des Tagblatts der Stadt Zürich. Die Zeitung im Tabloidformat ziehrt ein Foto des Sechseläuten-Feuers.Das "Tagblatt" hat eine Auflage von etwa 100'000 Exemplaren pro Woche. Jetzt hat Christoph Blocher den Titel nach Bern verkauft. Wie lange solche Printzeitungen noch überleben, ist jedoch unklar. Bild: Lorenz Steinmann

    Überraschend hat Christoph Blocher seine Zeitungen inklusive „Tagblatt der Stadt Zürich“ ans Nachrichtenportal Nau in Bern verkauft. CEO Yves Kilchenmann betont aber, dass man weiterhin Amtsblatt bleiben will – und 2027 wieder eine Offerte einzureichen gedenkt. Aus der Politik ist Skepsis spürbar.

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  • 5 Minuten

    Die Politikerin aus Prinzip

    Porträt einer lächelnden Frau vor Fahnen.„Ich gehöre nicht zu den Kantonsräten, die tausend Anfragen einreichen“, sagt Cristina Cortellini (53). Bild: Pascal Turin

    Die Grünliberale Cristina Cortellini ist Politikerin mit Leib und Seele. Sie liebt es, Verantwortung für ihre Wohngemeinde Dietlikon und für den Kanton Zürich zu übernehmen. Die Kantonsrätin sucht den Konsens – denn Extrempositionen sind ihr zuwider.

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  • 3 Minuten

    „Ich habe mich auch nicht erkannt“ – trotzdem lehnte Ueli Maurer sein Porträt nicht ab

    Zu sehen ist das Portraitgemälde von Ueli Maurer, gemalt von Dieter Hall. Es ist ein spezielles Bild, das so gar nicht einem klassischen Portrait entspricht.Nicht gerade das staatsmännisch wirkende Gemälde ist diese Interpretation (Ausschnitt) von alt Bundesrat Ueli Maurer (SVP) durch den Künstler Dieter Hall. Gleichwohl hängt es in der Ahnengalerie der kantonalen Verwaltung. Bild: zvg

    Regierungsrat Martin Neukom (Grüne) lehnte drei Porträt­entwürfe ab. Doch lange nicht alle Gemälde in der Ahnengalerie gelten bei Kunstlaien als schön – so etwa jene von Christoph Blocher, Markus Notter oder Ueli Maurer. Alt Bundesrat Maurer erklärt gegenüber Rathuus, warum er sein Porträt damals trotzdem akzeptierte.

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  • 1 Minute

    Von M wie Mac bis R wie Regierungsrat

    Strassenansicht mit mehrstöckigen Altstadthäusern, Läden im Erdgeschoss, Fahrrädern und E-Scootern im Vordergrund sowie passierenden Menschen.Beste Lage am Limmatquai in Zürich: Hier wollte McDonald's einziehen. Bild: Lorenz Steinmann

    Big Mac und Wahlkampf: In der 31. Folge des Rathuus-Podcasts diskutiert Lorenz Steinmann mit Pascal Turin über eine umstrittene McDonald’s-Filiale und über die Regierungsratswahlen 2027.

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  • 4 Minuten

    SRF cancelt geplantes Porträt über Ex-Nati-Trainer Patrick Fischer

    Zu sehen ist ein viereckiger Infowürfel am Flughafen Zürich, wo über die bald beginnende Eishockey-WM informiert wird. Der Würfel ist schwarz und hat eine herunterzählende Digitaluhr, welche die noch verbleibenden Tage bis zum WM-Beginn anzeigt.Erhält die am 15. Mai beginnende Eishockey-WM dank des Trainer-Skandals nun mehr Beachtung? Unsere Aufnahme zeigt den Infowürfel beim Flughafen Kloten. Bild: Lorenz Steinmann

    Es war die ideale Schlagzeile kurz vor der Eishockey-WM mit Hauptaustragungsort Zürich: Patrick Fischer und das gefälschte Covid-Zertifikat⁣. Nun bestätigt SRF gegenüber Rathuus, dass das geplante Porträt über den gefeuerten Nati-Trainer wohl nie kommt. Wird die WM trotzdem zum medialen Flop?

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