Was gibt es Neues? In dieser Ausgabe von Waldos Medienschau kommen politisch Interessierte auf ihre Kosten. Zur Auswahl stehen Texte der NZZ, des „Spiegels“ und des Onlineportals Tsüri.
Klar, du hast schon alles gehört, gelesen oder gesehen. Oder vielleicht doch nicht? Unser Redaktionshund Waldo hat wieder einmal nach Lesens- und Hörenswertem gebuddelt. Statt Zusammenfassungen findest du hier Fundstücke, die Lust machen, selbst reinzuhören oder reinzulesen. Und wenn ein Artikel oder eine Podcast-Folge hinter einer Paywall steckt, dann denk daran: Hundeguetzli gibt es auch nicht gratis.
Wie sich Altstetten immer mehr verändert
Zürich wächst und wächst. Exemplarisch sieht man das in Quartieren wie Altstetten, die angesagter werden und viele neue Bewohnerinnen und Bewohner anziehen. Dafür muss auch Altes und Bekanntes weichen, darunter wohl bald die Konzerthalle Komplex 457, direkt neben dem Einkaufszentrum Letzipark. Im Veranstaltungsort mit einer Kapazität bis zu 2000 Gästen treten zwar nicht Megastars auf, aber doch immer wieder bekannte Musikerinnen und Musiker wie die australische Hard-Rock-Band Airbourne oder die Mittelalter-Folk-Band Versengold.
Besitzerin der Immobilie ist laut einem Artikel der NZZ die Pensionskasse Coop. Diese plant einen Neubau mit 135 Wohnungen und 200 Hotelzimmern. „Für die Konzerthalle Komplex 457, die derzeit im Backsteingebäude an der Hohlstrasse untergebracht ist, bedeuten die Pläne der Pensionskasse das Aus“, so Claudia Rey in ihrem lesenswerten Artikel. Heissen soll der geplante 60-Meter-Turm übrigens „Letziterrassen“. Der Text ist nur einen Klick entfernt.
Wie Wohn-Initiativen für Unruhe sorgen
Zum Glück habe ich drei gemütliche Hundebettchen, ein grosses, noch viel bequemeres Bett, in dem oft Menschen liegen, und immer einen vollen Futternapf. Kurz gesagt, ich muss mir über meine Wohnsituation keine Gedanken machen. Doch das geht auch anders: Am 14. Juni dürfen die Zürcher Stimmberechtigten gleich über drei kantonale Volksinitiativen befinden, bei denen es ums Wohnen geht. „Wohneigentums-Initiative“, „Wohnungsinitiative“ und „Wohnschutz-Initiative“ lauten die sperrigen und leicht verwechselbaren Namen der politischen Anliegen.
Das Onlineportal Tsüri hat eine wunderbare Auslegeordnung gemacht und erklärt, um was es bei den Initiativen genau geht – immer schön nach Lehrbuch mit Pro- und Contra-Argumenten. „Das Problem ist klar: In Zürich braucht es mehr bezahlbaren Wohnraum. Die Politik diskutiert aktuell gleich mehrere Lösungsansätze“, schreibt Redaktionsleiterin Isabel Brun. Wer hier klickt, weiss nach der Lektüre Bescheid.
Wie aus dem Drehbuch eines Gruselfilms
Als ich diesen Artikel gelesen habe, habe ich mich fast an meinem Hundefutter verschluckt, obwohl der Titel im Print nicht ganz so erschreckend war wie jener der digitalen Ausgabe. Mit „Peter Thiels Mann für Wahrheit und Lüge“ überschrieb der „Spiegel“ den Text in der gedruckten Ausgabe. Online sollte es aber offensichtlich etwas stärker knallen: „Der Peter-Thiel-Jünger, der einen Journalisten-Pranger baut“ – da wurde ich als Redaktionshund natürlich hellhörig. Im Bericht geht es um Aron D’Souza. Er will mit dem Start-up Objection dank künstlicher Intelligenz bewerten, wie faktentreu Medienberichte sind. Investor und Tech-Unternehmer Peter Thiel finanziert das dystopisch anmutende Projekt mit.
Doch warum dystopisch? Journalistin Angela Gruber erklärt es in ihrem dicht geschriebenen Artikel kurz und knackig. So viel vorweg: „Angegriffene Journalisten sollen Belege einreichen können, versichert D’Souza.“ Doch das Spiel laufe nach seinen Regeln. „Journalistischen Quellenschutz, ein zentrales Prinzip bei investigativen Recherchen, bewertet das System automatisch negativ.“ Wer keine Namen nenne, habe ein Problem. Hier geht es zum Artikel im „Spiegel“.
Wie ein Fussballer plötzlich verschwand
Sport als Zaungast interessiert mich jetzt zwar weniger, lieber renne ich selbst, statt anderen beim Rennen zuzusehen. Aber für die Podcast-Folge „Wie Nordkoreas Cristiano Ronaldo verschwand“ von „Der Schlusspfiff“ habe ich gern meine Ohren gespitzt. Erzählt wird die rätselhafte, fast unglaubliche Story von Han Kwang-song aus Pjöngjang. Er war der allererste Nordkoreaner, der in Italiens höchster Fussballliga spielte und sogar traf. „In dieser Folge erzählen wir die aussergewöhnliche Geschichte eines Ausnahmetalents, das nie wirklich frei war“, heisst es in den Shownotes.
Hinter dem Podcast stecken Antoine Perrenoud und Damjan Bardak – zwei Gastgeber, die mit ganz viel Fussballwissen glänzen und ein grosses Talent für unterhaltsame Gespräche haben. Wir wünschen viel Spass beim Hören.

Waldo prüft die Lage – und kommt zum Schluss: Es gibt wieder viel Lesens- und Hörenswertes. Bild: Pascal Turin
"Wow, ich kann etwas bewirken", merkte Paul Schellenbaum bei "Inside Paradeplatz" rasch. Bild: Lorenz Steinmann
Ein alkoholfreies Bier in Ehren kann man definitiv nicht verwehren (v. l.): Pascal Turin und Lorenz Steinmann stossen auf der Kanzleiwiese in Zürich an. Bild: Pascal Turin
Regierungsfoto 2026 (v. l.): Staatsschreiberin Kathrin Arioli, Natalie Rickli (SVP), Mario Fehr (parteilos), Silvia Steiner (Mitte), Carmen Walker Späh (FDP), Ernst Stocker (SVP), Jacqueline Fehr (SP), Martin Neukom (Grüne). Bild: Anja Kutter/Staatskanzlei
Tscheggsch es? Diese "CHECK-EM NUGGETS" von Denner werfen Fragen auf. Bild: Lorenz Steinmann
Die Stadt Winterthur hat den Spielplatz an der Wartstrasse in der Nähe der Schützenwiese umgestaltet. Bild: zvg
Das "Tagblatt" hat eine Auflage von etwa 100'000 Exemplaren pro Woche. Jetzt hat Christoph Blocher den Titel nach Bern verkauft. Wie lange solche Printzeitungen noch überleben, ist jedoch unklar. Bild: Lorenz Steinmann
„Ich gehöre nicht zu den Kantonsräten, die tausend Anfragen einreichen“, sagt Cristina Cortellini (53). Bild: Pascal Turin
Nicht gerade das staatsmännisch wirkende Gemälde ist diese Interpretation (Ausschnitt) von alt Bundesrat Ueli Maurer (SVP) durch den Künstler Dieter Hall. Gleichwohl hängt es in der Ahnengalerie der kantonalen Verwaltung. Bild: zvg
Beste Lage am Limmatquai in Zürich: Hier wollte McDonald's einziehen. Bild: Lorenz Steinmann
Erhält die am 15. Mai beginnende Eishockey-WM dank des Trainer-Skandals nun mehr Beachtung? Unsere Aufnahme zeigt den Infowürfel beim Flughafen Kloten. Bild: Lorenz Steinmann
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