Wuff, wuff: Unser Redaktionshund Waldo schnüffelt nicht nur gern an den Hinterteilen seiner Artgenossinnen und Artgenossen. Er hat wieder spannende Artikel und Podcast-Folgen aufgespürt.
Willkommen bei Waldos Medienschau. Hier findest du Fundstücke aus Zeitungen, Onlinemagazinen oder Podcasts, die Lust machen, selbst reinzuhören oder reinzulesen. Unser Redaktionshund Waldo wirft regelmässig einen Blick in die Medienwelt und sagt dir, was du unbedingt wissen musst.
Wenn ein Artikel oder eine Podcast-Folge hinter einer Paywall steckt, dann ist das ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass guter Journalismus Geld kostet.
Eine Bildergeschichte über ein ganz altes Haus
Viele schöne Bilder eines Gebäudes mit ganz viel Geschichte bietet ein interessanter Text des „Tages-Anzeigers“. Der Artikel dreht sich um ein saniertes Haus an der Steinberggasse in Winterthur – in der malerischen Altstadt der sechstgrössten Stadt der Schweiz. „Die Hausbesitzer waren ursprünglich von einer rund 200 Jahre alten Bausubstanz ausgegangen. Doch wie sich herausstellte, ist das Haus 1448 erbaut worden – also vor fast 600 Jahren“, schreibt Annette Saloma. Pizza-Fans aufgepasst: Im Gebäude befindet sich die Pizzeria Don Camillo.
Erdöl: Die Wachstumsdroge der Moderne
Das Ziel der „Neuen Zürcher Zeitung“ ist ziemlich hoch gesteckt, denn sie will mit ihrem Podcast „NZZ Geopolitik“ Ordnung in eine unruhige Welt bringen. Ob das gelingt, dürft ihr gern selbst entscheiden. In der Folge „Die Hormuz-Falle: Wir sind Gefangene des Erdölzeitalters“ spricht David Vogel mit Kulturwissenschafter Benjamin Steininger, der am Max-Planck-Institut für Geoanthropologie im deutschen Jena forscht. „Trotz Energiewende bleibt Öl ein zentraler Rohstoff – nicht nur für Treibstoffe, sondern für zahlreiche Produkte, Industrien und geopolitische Machtspiele“, heisst es in den Shownotes. Das ist Waldos Hörtipp für diese Woche.
Geheimnisvoller Plakatkampagne auf der Spur
Vielleicht ist die Plakatkampagne der einen oder dem anderen bereits aufgefallen: „Facts 4 Future“ will aufklären, über Wohnungsnot, Fachkräftemangel oder Dichtestress. Doch wer steckt eigentlich dahinter? Jan Jirát hat sich für die „Wochenzeitung WOZ“ dem Thema angenommen. „Die Platzierung der Plakate an grösseren Bahnhöfen lässt keinen Zweifel offen, an wen diese Message adressiert ist: ein urbanes, ökologiebewusstes Publikum“, hält der WOZ-Journalist in seinem dicht geschriebenen Stück fest. Auch der Zeitpunkt sei wenig überraschend: Auch wenn die Kampagne nicht direkt auf die SVP-Initiative zur „10-Millionen-Schweiz“ verweise, die im Juni zur Abstimmung komme, sei die Bezugnahme offensichtlich.
Sie schadet dem Ökosystem und den Wildtieren
Schauplatz ist ein abgelegenes Gebiet im Süden des US-Bundesstaats Arizona. Hier wird fleissig an der „big, beautiful wall“ von US-Präsident Donald Trump gebaut. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet eindrücklich von der Baustelle der umstrittenen Mauer, die Migrantinnen und Migranten vor dem Grenzübertritt abhalten soll. „Donald Trumps Gehilfen sind meilenweit zu hören. Ihre Maschinen rattern und dröhnen durch das sonst so stille San Rafael Valley“, schreibt Claus Hecking im nachdenklich stimmenden Artikel. Das Bauwerk verschandelt nicht nur die Landschaft, es zerstört Wanderrouten von Tieren – und bedroht ein ganzes Ökosystem.
Wenn die geteilte Waschmaschine nervt
Das Onlineportal Tsüri hat sich für einmal den wirklich wichtigen Dingen des Lebens angenommen. „Was ist eigentlich das Schlimmste an Zürich?“, fragt sich Dominik Fischer in einem unterhaltsamen Text. Also eigentlich fragte sich das ein User im Online-Forum Reddit – und „Tsüri“ hat die interessantesten und kuriosesten Antworten zusammengetragen – wobei auch manches Klischee dabei ist. Beispiele gefällig? Unbeliebt sind die geteilten Waschmaschinen im Keller, der Platzmangel in Bars und Badis sowie das graue Wetter.
Wenn du jetzt noch nicht genug gelesen oder gehört hast, dann haben wir hier noch einige ältere Fundstücke für dich. Klicke hier, um zur Übersicht zu gelangen.

Waldo: "Ich hab keine Ahnung, wo wir sind – aber ich tue so, als hätte ich alles im Griff." Bild: Pascal Turin
SP-Kantonsrat Davide Loss (38) hat schon als Kind mit seinen Eltern die Tagesschau geschaut. "Ich wollte bereits damals alles wissen und verstehen. So kam ich früh in Berührung mit Politik." Bild: zvg
Hier passt einfach alles: See, Berge, Blumen. Bild: Lorenz Steinmann
Der Grund für den temporären Velostreifen liegt in der Komplettsperrung des Bahnhofquais für Velos während des Neubaus der Tramhaltestelle Bahnhofquai/Hauptbahnhof. Bild: Lorenz Steinmann
Dieser Gastkommentar von Politgeograf Michael Hermann in der bürgerlichen "Wohnziitig Züri" gegen die zwei linken Wohninitiativen wirft Fragen auf. Bild: Pascal Turin
1928 wurden die Beiträge der Regierungsräte an ihre Pensionskasse noch handschriftlich in einem Buch eingetragen. Für Korrespondenz waren aber schon Schreibmaschinen vorhanden. Bild: Staatsarchiv Zürich
Heruntergerechnet gut 400 Franken kostet die Produktion eines Artikels bei Wnti. "Das ist viel Geld für langweilige Buchstabenanreihungen", findet unser Medienkritiker. Bild: Pascal Turin
Betretene Gesichter bei der EVP (v. l.): Claudia Rabelbauer, Stefan Reusser, Stefanie von Walterskirchen und Sandra Gallizzi erfahren am vergangenen Sonntag von der knappen Wahlniederlage. Bild: Lorenz Steinmann
Am vergangenen Sonntag wurde die rot-grüne Vormachtstellung in der Zürcher Exekutive zementiert. Die Zeit der Sentimentalitäten ist deshalb vorbei, finden Pascal Turin und Lorenz Steinmann. Bild: Lorenz Steinmann, Bildmontage: Rathuus
Nach gut 30 Jahren wurde Bernhard im Oberdorf nicht mehr in den Gemeinderat gewählt. Einer der Gründe: Er wechselte von der SVP zur Mitte. Bild: Lorenz Steinmann
Eine fotogene Gruppe (v. l.): Beni Frenkel, Damjan Bardak und Lorenz Steinmann sind kein bisschen nervös. Bild: Pascal Turin
Der frisch wiedergewählte Stadtrat Michael Baumer (FDP) muss im zweiten Wahlgang der Stapiwahlen für die Bürgerlichen die Kohlen aus dem Feuer holen. Bild: Lorenz Steinmann
Haben sie bald ausgelacht? Raphaela Birrer jedenfalls graut es vor noch mehr Rot-Grün im Zürcher Stadtrat. Also keinesfalls (v. l.) neben Stadtrat Daniel Leupi und Stadträtin Karin Rykart auch noch Nationalrat Balthasar Glättli (alle Grüne). Bild: zvg
Nach getaner Arbeit im Rathuus-Büro ist Entspannung angesagt. Bild: Pascal Turin
Beni Frenkel geht nicht an die Urne: Er kann mit allem und jedem leben. Bild: Lorenz Steinmann, Bildmontage: Rathuus
Hier werden nie Malven gedeihen. Die Stadt setzt lieber auf undurchlässigen Mörtel. Bild: Lorenz Steinmann
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