Erfreuliche Meldungen aus der Verwaltung gehen oft in der Newsflut unter. Wir schaffen Abhilfe: Der Kanton fördert den Freizeitsport in kleinen Gemeinden, Winterthur hat einen Spielplatz entsiegelt und bald ist Frühlingsmarkt in der Stadtgärtnerei Zürich.
Manchmal ist es gar nicht leicht, die vielen positiven Seiten des Lebens zu sehen – gerade in diesen Zeiten, die sich zum Teil so negativ anfühlen. Erschwerend kommt hinzu, dass wir negative Informationen stärker wahrnehmen als positive. Darüber hat auch schon das Reportagemagazin Geo berichtet. „Was für das Weltgeschehen gilt, gilt auch im Privaten: Negatives bleibt mehr im Kopf als Positives“, heisst es im Artikel. Man erinnere sich eher an die eine negative Bemerkung zur neuen Frisur als an die vielen positiven Kommentare dazu.
Doch was hilft? Als Politikmagazin können wir vielleicht einen kleinen Beitrag leisten, in dem wir auch über interessante positive Themen berichten – und nicht nur auf den Problemen herumreiten. Los geht’s darum mit positiven News aus den Verwaltungen des Kantons Zürich, der Stadt Winterthur und der Stadt Zürich.
Der Kanton macht uns alle noch zu Sport-Fans
Impulsprogramm Outdoor-Sportinstallationen 2026 – das klingt jetzt nicht mega sexy, scheint aber eine coole Sache zu sein. Das Sportamt des Kantons Zürich unterstützt nämlich 15 kleinere Gemeinden mit einem Beitrag von jeweils 25 ’000 Franken für die Aufwertung von öffentlichen Sport- und Bewegungsräumen. Dies teilt die Sicherheitsdirektion mit, zu der das Sportamt gehört. Unterstützt werden Brütten, Dägerlen, Dällikon, Dietlikon, Dürnten, Elsau, Ellikon an der Thur, Kappel am Albis, Knonau, Mettmenstetten, Stallikon, Turbenthal, Trüllikon, Uhwiesen und Wiesendangen.
„Es freut mich ganz besonders, dass 15 Gemeinden mit diesen Projekten einen direkten Mehrwert für die Bevölkerung schaffen“, lässt sich Regierungsrat Mario Fehr (parteilos) in der Mitteilung zitieren. Zürcher Gemeinden mit einer Bevölkerung von unter 10’000 Personen konnten sich bis Ende März beim Sportamt mit einem Projekt für einen Beitrag aus dem Impulsprogramm bewerben.
Mario Fehr ist übrigens ein passionierter Fussball-Fan. Und der Sicherheitsdirektor geht auch gern wandern, joggen oder Velofahren.
Dank des Beitrags des Kantons können Streetworkout-Anlagen umgesetzt werden. Bild: Sportamt Kanton ZürichDas Highlight des Spielplatzes ist das Wasserspiel
Wer braucht schon den Europapark oder Disneyland, wenn es diesen Spielplatz gibt? Okay, das war jetzt übertrieben, aber als Kinder hätten wir dort sicher viel Spass gehabt. Stadtgrün Winterthur – das Pendant zu Grün Stadt Zürich – hat im Zuge eines gemäss einer Mitteilung offenbar notwendig gewordenen Ersatzes der Spielgeräte die gesamte Grünanlage an der Wartstrasse 4 saniert. Kostenpunkt: 120’000 Franken. Der Spielplatz befindet sich in der Nähe des Stadions Schützenwiese, wo der FC Winterthur seine Heimspiele austrägt.
„Die alten Spielgeräte wurden durch eine grossflächige Kletterstruktur ersetzt. Die noch intakte Metallrutsche und die Schaukeln konnten wiederverwendet werden“, schreibt Stadtgrün Winterthur, das zum Departement Technische Betriebe gehört. Die Stadt hat den Sandkasten unter den Schatten der Bäume verlegt, eine grosse Fläche mit Betonpflastersteinen mit wasserdurchlässigem Kiesbelag ersetzt und ein neues Wasserspiel aufgestellt.
Das Wasserspiel ist definitiv das Highlight: Wird an der Wasserkurbel gedreht, spritzen aus einem kleinen Messingwalfisch, der auf einem grossen flachen Stein montiert ist, mehrere kleine Wasserfontänen in den Sandbereich. Der Messingwalfisch ist gemäss Mitteilung eine Eigenkreation des Ateliers Schelb und Partner. Dieses zeichnet sich auch für die auffällige, grosse Kletterstruktur verantwortlich.
Wird an der Wasserkurbel gedreht, spritzen aus einem kleinen Messingwalfisch kleine Wasserfontänen. Bild: zvgHier holst du dir Tipps für Balkon und Garten
Es sind teils knuffige, manchmal grummelig aussehende Figuren, die immer wieder in Vorgärten anzutreffen sind: Gemeint sind Gartenzwerge. Das Onlineportal T‑Online schrieb vor einigen Jahren: „Für die einen ist er das Symbol des deutschen Kleinbürgertums, für die anderen eine rustikale und traditionsreiche Aufwertung des eigenen Vorgartens.“ Gemäss dem Artikel stammen die streitbaren Deko-Elemente möglicherweise ursprünglich aus Anatolien, also aus der heutigen Türkei. „Dort traten sie schon im 13. Jahrhundert auf, im 16. Jahrhundert dann in Italien“, so T‑Online. Etwas später sollen sie in Deutschland präsent gewesen sein. „Dort und in Österreich schmückten sie einst prächtige Schlossgärten“, schrieb das Onlineportal.
Im 19. Jahrhundert verbreiteten sich die Gartenzwerge in den kleinbürgerlichen Vorgärten – darunter auch in der Schweiz. Und heute? Sie werden geliebt und gehasst: Erst vergangenes Jahr berichtete die Radiosendung „Regionaljournal Basel“ von Schweizer Radio und Fernsehen über einen Mann, der seinen Kindern 2500 Gartenzwerge vererbt hatte, und über den Sohn, der das skurrile Erbe Zwerg für Zwerg loswerden wollte.
Wer jetzt also lieber doch keinen Gartenzwerg in seinen Garten oder auf seinen Balkon stellen möchte, für den haben wir eine Alternative: zarte Pflänzchen. Die Stadtgärtnerei Zürich in Albisrieden veranstaltet am Samstag, 9. Mai, einen Frühlingsmarkt. Neben dem Verkauf von Setzlingen sollen Umweltbildung sowie der Austausch zwischen der Bevölkerung, Fachpersonen sowie regionalen Anbieterinnen und Anbietern im Mittelpunkt stehen. „Der erstmals in dieser Form stattfindende Frühlingsmarkt ersetzt den bisherigen Tomatensetzlingsmarkt und die Marktwochen“, teilt Grün Stadt Zürich in einem Pressetext mit. Die Dienstabteilung gehört zum Tiefbau- und Entsorgungsdepartement (TED).
Die Stadtgärtnerei will sich künftig vermehrt darauf konzentrieren, Blumen und Stauden für städtische Park- und Grünanlagen zu produzieren. Gleichzeitig soll das Areal gemäss Mitteilung als Ort für Umweltbildung, Erholung und Begegnung gezielt gestärkt werden. SP-Stadträtin Simone Brander, Vorsteherin des TED, schreibt dazu im heutigen „Tagblatt der Stadt Zürich“: „Wer nun wie ich Lust bekommen hat, eigene Pflanzprojekte im Garten oder auf dem Balkon zu verwirklichen, kommt am besten zur Stadtgärtnerei.“
Der Frühlingsmarkt findet von 9 bis 16 Uhr statt. Parkplätze hat es Limmatstadt-typisch keine. Aber mit der Tramlinie 3 kann man bis zur Haltestelle Hubertus fahren. Danach ist es circa fünf Minuten zu Fuss. Weitere Infos gibt es auf der Website der Stadt Zürich.
Am 9. Mai findet von 9 bis 16 Uhr erstmals der Frühlingsmarkt in der Stadtgärtnerei statt. Bild: Grün Stadt Zürich
Die Stadt Winterthur hat den Spielplatz an der Wartstrasse in der Nähe der Schützenwiese umgestaltet. Bild: zvg
Das "Tagblatt" hat eine Auflage von etwa 100'000 Exemplaren pro Woche. Jetzt hat Christoph Blocher den Titel nach Bern verkauft. Wie lange solche Printzeitungen noch überleben, ist jedoch unklar. Bild: Lorenz Steinmann
„Ich gehöre nicht zu den Kantonsräten, die tausend Anfragen einreichen“, sagt Cristina Cortellini (53). Bild: Pascal Turin
Nicht gerade das staatsmännisch wirkende Gemälde ist diese Interpretation (Ausschnitt) von alt Bundesrat Ueli Maurer (SVP) durch den Künstler Dieter Hall. Gleichwohl hängt es in der Ahnengalerie der kantonalen Verwaltung. Bild: zvg
Beste Lage am Limmatquai in Zürich: Hier wollte McDonald's einziehen. Bild: Lorenz Steinmann
Erhält die am 15. Mai beginnende Eishockey-WM dank des Trainer-Skandals nun mehr Beachtung? Unsere Aufnahme zeigt den Infowürfel beim Flughafen Kloten. Bild: Lorenz Steinmann
Trotz Denkmalschutz: So markant wären die beiden Kamine nach den Plänen von McDonald's geworden. Dagegen hatten die Rekurrenten etwas, und sie wurden vom Baurekursgericht gestützt. Bild: zvg
Waldo ist immer auf der Ausschau nach spannenden Artikeln, Podcast-Folgen oder Videos. Bild: Pascal Turin
"Die Fluktuation umfasst rund die Hälfte des Rates. Das überrascht nicht, ist doch das Entgelt für die Ratsarbeit seit Jahrzehnten konstant geblieben", so Bernhard im Oberdorf. Er hat als abgewählter Gemeinderat nun mehr Freizeit. Bild: zvg
Das interessiert den zukünftigen Stadtrat Tobias Langenegger (SP) derzeit am meisten: explodierende Mieten. Bild: zvg
Stadtbus Winterthur hat vergangenes Jahr 32 Millionen Fahrgäste befördert. Bild: Pascal Turin
Hinter diesen Mauern verbirgt sich der ehemalige Waffensaal der Kaserne Zürich. So, wie er seit gut 30 Jahren der Verwahrlosung überlassen wurde, muss er teuer saniert werden. Bild: Lorenz Steinmann
Zeit für ein Selfie (v. l.): Pascal Turin und Lorenz Steinmann haben am Karfreitag die Sonne genossen. Bild: Pascal Turin
Neben dem Neumühlequai wurde auch ein temporärer Veloweg auf der Walchestrasse wieder zurückgebaut – durch den Kanton und ohne Rücksicht auf Verluste. Bild: Lorenz Steinmann
Die Passagierzahlen bei Stadtbus Winterthur sind gestiegen. 32 Millionen Personen nutzten 2025 das Angebot. Erneut markant gewachsen ist die Fahrgastzahl auf der Linie 7. Bild: Pascal Turin
Hatten Quartiervereine früher mehr Geltung? 1980 überreicht der damalige Seebacher Quartiervereinspräsident Fritz Senn dem ältesten Seebacher einen speziellen Seebacher Pass. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_L29-0005-0022-0004
Unsere Newsletter und unsere Podcast-Folgen auf Steady sind der richtige Ort dafür – kommentiere dort und sag uns, was du denkst:
Zu unseren Steady-Beiträgen
Oder schreib uns eine E-Mail: redaktion@rathuus.ch