Redaktionsempfehlung
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Die Politikerin aus Prinzip
„Ich gehöre nicht zu den Kantonsräten, die tausend Anfragen einreichen“, sagt Cristina Cortellini (53). Bild: Pascal Turin
Die Grünliberale Cristina Cortellini ist Politikerin mit Leib und Seele. Sie liebt es, Verantwortung für ihre Wohngemeinde Dietlikon und für den Kanton Zürich zu übernehmen. Die Kantonsrätin sucht den Konsens – denn Extrempositionen sind ihr zuwider.
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„Ich habe mich auch nicht erkannt“ – trotzdem lehnte Ueli Maurer sein Porträt nicht ab
Nicht gerade das staatsmännisch wirkende Gemälde ist diese Interpretation (Ausschnitt) von alt Bundesrat Ueli Maurer (SVP) durch den Künstler Dieter Hall. Gleichwohl hängt es in der Ahnengalerie der kantonalen Verwaltung. Bild: zvgRegierungsrat Martin Neukom (Grüne) lehnte drei Porträtentwürfe ab. Doch lange nicht alle Gemälde in der Ahnengalerie gelten bei Kunstlaien als schön – so etwa jene von Christoph Blocher, Markus Notter oder Ueli Maurer. Alt Bundesrat Maurer erklärt gegenüber Rathuus, warum er sein Porträt damals trotzdem akzeptierte.
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Die Kasernenbauten als verlotterte Trouvaillen
Hinter diesen Mauern verbirgt sich der ehemalige Waffensaal der Kaserne Zürich. So, wie er seit gut 30 Jahren der Verwahrlosung überlassen wurde, muss er teuer saniert werden. Bild: Lorenz SteinmannMan habe alles versucht, damit der Kanton bei der Sanierung der kantonalen Zeughäuser in Zürich mehr zahle als 15 Prozent, sagte Grünen-Stadtrat Daniel Leupi kürzlich. Doch nun bleibt die Stadt auf den Kosten von mindestens 170 Millionen Franken sitzen. Sorgfaltspflicht sieht anders aus.
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Wie eine Beamtenkasse zum Milliardenbetrieb wurde
1928 wurden die Beiträge der Regierungsräte an ihre Pensionskasse noch handschriftlich in einem Buch eingetragen. Für Korrespondenz waren aber schon Schreibmaschinen vorhanden. Bild: Staatsarchiv Zürich
Was als kleine Beamtenversicherung begann, ist heute die grösste Pensionskasse der Schweiz. Ein neues Buch erzählt die alles andere als gradlinige Geschichte der BVK – inklusive eines Skandals, der die Institution in den 2010er-Jahren erschütterte.
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Von Überraschungen und nicht mehr gewählten Polit-Promis
Nach gut 30 Jahren wurde Bernhard im Oberdorf nicht mehr in den Gemeinderat gewählt. Einer der Gründe: Er wechselte von der SVP zur Mitte. Bild: Lorenz SteinmannDie Verschiebungen bei den Parteistimmen im Zürcher Gemeinderat sorgten für dicke Überraschungen. Fazit: Viele Vorstösse und Medienpräsenz scheinen nicht nur förderlich für eine Wiederwahl.
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Schlägt jetzt die Stunde von Michael Baumer?
Der frisch wiedergewählte Stadtrat Michael Baumer (FDP) muss im zweiten Wahlgang der Stapiwahlen für die Bürgerlichen die Kohlen aus dem Feuer holen. Bild: Lorenz SteinmannBei den Zürcher Stadtratswahlen holen die Grünen einen dritten Sitz, während die FDP ihren zweiten Sitz verliert. Die Mitte bleibt im Gemeinderat, die EVP ist weg vom Fenster. Und FDP-Stadtrat Michael Baumer überlegt sich, im zweiten Wahlgang gegen SP-Stadtrat Raphael Golta im Kampf ums Stadtpräsidium anzutreten.
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Ein Beispiel, wie Politik Spass machen kann
Faszinierend: In Wallisellen fand kürzlich ein Politabend in Form eines lustigen Bingospiels statt. Der Andrang war überraschend hoch. Bild: Lorenz Steinmann
Ein Politanlass in Form eines Bingoabends? Die Grünen, die SP und das Mitte-links positionierte Forum Pro Wallisellen mobilisierten im Hinblick auf die Wahlen vom 8. März viele Politikinteressierte. Es wurde ein Happening mit Symbolwirkung.
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Altes Kispi-Areal: Ängste, Begehrlichkeiten und Hoffnungen
Durch den Umzug des Kinderspitals im November 2024 ist in Hottingen ein grosser Leerstand entstanden. Das 1968 erbaute Bettenhaus, der Operationstrakt und der Wirtschaftstrakt sollen abgerissen werden. Bild: Pascal Turin
Das Kinderspital ist längst in seinen Neubau gezogen. Das alte, rund 20’000 Quadratmeter grosse Gelände an bester Lage lädt zum Träumen ein. Der Kanton Zürich plant ein neues Gebäude für das Zentrum für Zahnmedizin – doch die Bevölkerung will das frühere Kispi erhalten. Jetzt bahnt sich eine Zwischennutzung an.
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„Bist du eigentlich ein Mann oder eine Frau?“ – Jascha zwischen Hort, Quartier und Parlament
Reelle Chancen: Jascha Harke steht auf der Liste der SP Wahlkreis 10 auf Platz 4, also nur einen Platz hinter den Bisherigen Florian Utz, Lisa Diggelmann und Matthias Egloff. Bild: Daria SemenovaJascha Harke ist 19 Jahre alt und kandidiert im März im Kreis 10 auf der SP-Liste für den Zürcher Gemeinderat. Ein Porträt im Gehen durch das kleine und grosse Zürich.
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Die KI soll es mal wieder richten
Die gute alte Zeit: Die Grossraumbüros waren 1992 noch bis auf den letzten Platz besetzt. Alle sitzen brav an ihren Computern und arbeiten fleissig bis zur nächsten Kaffeepause. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_C21-005-001-006Bis 2050 sollen dem Kanton Zürich bis zu 300’000 Arbeitskräfte fehlen. Einer der Gründe: immer weniger Geburten. Einer Studie des Amts für Wirtschaft und des Beratungsunternehmens Deloitte zufolge könnte künstliche Intelligenz ein Teil der Lösung sein. Das Ziel ist nichts weniger, als den Wohlstand zu sichern.
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Hundert spannende Firmen – und eine gemeinsame Sorge
Sie diskutierten gemeinsam auf dem Podium im Konferenzsaal des On-Hochauses (v. l.): Peter Röthlisberger, Saskia von Moos, Enrico Uffer und Karim Twerenbold. Bild: Nathalie Taiana für Chefredaktion GmbHDer Konferenzsaal im On-Hochhaus in Zürich knisterte vor viel Ideenreichtum. Versammelt waren gut 150 Firmenvertreterinnen und -vertreter, die im Buch „Die hundert spannendsten Schweizer Unternehmen“ porträtiert sind. Bei der Podiumsdiskussion war man sich einig: Das politische Verständnis für Firmen nimmt ab.
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„Ich bin seit Jahren Abonnent des ‚Taxi‘. Das ist die Undergroundschwester des ‚Surprise’“
Gemeinderat David Garcia Nuñez: "Unsere AL-Vollversammlung ist immer wieder ein Ort, wo differenziert und lustvoll um Meinungen und Haltungen gerungen wird." Bild: Flurina Rothenberger for Alternative ListeDer Zürcher AL-Gemeinderat David Garcia Nuñez setzt sich für einen niederschwelligen Zugang zur medizinischen Grundversorgung ein, besonders für trans Personen. Als grössten politischen Erfolg bezeichnet er im Rathuus-Fragebogen die Sicherung der Gesundheitsversorgung von Sans-Papiers.
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Aufmerksamkeit ist ihr wichtig – aber nicht um jeden Preis
Die Wetziker Kantonsrätin Andrea Grossen-Aerni (52) ist seit über 30 Jahren Mitglied der EVP. Bild: Pascal Turin
Die EVP fällt selten medial auf – was wohl vor allem ihrer Grösse geschuldet ist. Das heisst aber nicht, dass ihre Vertreterinnen und Vertreter keine klare Haltung haben. Eine von ihnen ist die Kantonsrätin Andrea Grossen-Aerni. Sie steht für ein respektvolles Miteinander und will in Wetzikon Schulpräsidentin werden.
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Wie schon Ex-Stapi Elmar Ledergerber: Mit diesem Slogan will Raphael Golta in Zürich gewinnen
Preaching to the choir: SP-Stadtrat Raphael Goltas Inserat in der linken "Wochenzeitung WOZ". Bild: Lorenz SteinmannJetzt geht der Wahlkampf um das Zürcher Stadtpräsidium in die heisse Phase: Während FDP-Kandidat Përparim Avdili mit frechen Sujets überzeugen will, setzt SP-Stadtrat Raphael Golta darauf, dass ihm die Wählerschaft vertraut. Das hat er offensichtlich von seinem prominenten Vorvorgänger Elmar Ledergerber abgeschaut.
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Absitzen, essen, gehen – Zürichs neue Restaurantkultur
Das Restaurant Lulu am Sechseläutenplatz in Zürich: Wenn einer der Rathuus-Redaktoren essen geht, dann hat er was zu erzählen. Bild: Lorenz Steinmann
Wenn die Stadt Zürich Michel Péclard ein Lokal verpachtet, kann eigentlich nichts schiefgehen. Das ist schon seit der „Pumpstation“ vor über 35 Jahren so. Doch wie der Gastronom mit Gästen im Restaurant Lulu direkt beim Opernhaus umgeht, ist gewöhnungsbedürftig. Ein Kommentar.
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Gehört die Pensionierung abgeschafft? Ein renommierter Journalist findet: ja
Der Titel „Schafft die Pensionierung ab“ ist provokativ, wie man es von einem Journalisten erwarten darf. Der Inhalt des Buchs ist aber differenziert. Kritisiert werden die Linken, aber auch unser starres Rentensystem. Bild: Lorenz SteinmannAuf den ersten Blick ist Felix E. Müllers Streitschrift „Schafft die Pensionierung ab“ primär eine Provokation an die Linken. Doch der ehemalige Chefredaktor der „NZZ am Sonntag“ analysiert unser starres Rentensystem durchaus fundiert – und er schlägt einen Bogen zur SVP-Initiative „Keine 10-Millionen-Schweiz”.
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Wie ein tödlicher Unfall die Verwaltung aufrüttelte
Die GLP-Politikerin Sandra Bienek ist grundsätzlich zufrieden, was "in Anbetracht der Umstände" an Sicherheitsmassnahmen beim und auf dem Escher-Wyss-Platz geschehen sei. Bild: Lorenz SteinmannAm 21. Dezember 2022, also vor bald drei Jahren, ist am Escher-Wyss-Platz in Zürich am frühen Morgen ein fünfjähriger Bub auf dem Weg zum Kindergarten angefahren und getötet worden. Jetzt zeigt sich, dass die Stadt aus dem Unfall einiges gelernt hat.
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Ein Lagebericht aus dem Rathuus-Maschinenraum
Unser Onlinemagazin heisst Rathuus, weil im Zürcher Rathaus am Limmatquai (und im Moment im Rathaus-Provisorium in der Bullingerkirche) Entscheide getroffen werden, die unseren Alltag im Grossen wie im Kleinen beeinflussen. Bild: Pascal Turin
Das Rathuus-Politmagazin gibt es seit gut elf Monaten. Am Sonntag wird die 20. Podcast-Folge aufgeschaltet. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Dazu haben wir die Meinung von Medienexpertinnen und Medienexperten eingeholt. Soviel vorweg: Freude herrscht!
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„Schweizer Spiegel“ – die einst wichtige journalistische Stimme gegen den Nationalsozialismus lebt nun digital weiter
Sie unterhielten sich im Restaurant Rechberg im Stadtzürcher Kreis 1 über den "Schweizer Spiegel" (v. l.): Raphael von Thiessen, David Guggenbühl und Roland Aegerter. Bild: Lorenz SteinmannDer „Schweizer Spiegel“ war jahrzehntelang Chronik und Meinungsbildner zugleich. Jetzt hat die ETH Zürich alle 564 zwischen 1925 und 1972 erschienenen Ausgaben digitalisiert. Sie sind ab sofort online verfügbar. Es sind Trouvaillen der besonderen Art, nicht nur für Geschichtsnerds.
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Wie ein Verein verhindern wollte, dass Zürich der Industrialisierung weiter hinterherhinkt
Die Schweiz ist auch eine Industrienation: Der Industriekonzern Sulzer AG betrieb in Winterthur eine grosse Schmiede. Die Aufnahme stammt von circa 1984. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_Ex-BA01-0252-0001-0001Um den Rückstand gegenüber dem Ausland aufzuholen, brauchte es gut ausgebildete Fachkräfte: Das hatten die Gründer der Technischen Gesellschaft Zürich vor 200 Jahren erkannt. Ein neues Buch widmet sich dem Verein, aber auch dem fast aussichtslosen Kampf der Wissenschaft gegen Fake News.
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