Parlamente
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10 Millionen Gründe, um zu streiten
Ein Land steht Kopf: Die "10-Millionen-Initiative" der SVP sorgt für hitzige Debatten. Die Bevölkerungsfrage ist zur Projektionsfläche für Ängste geworden. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_C11-142-001-011Politik mit grossen Zahlen: Die SVP warnt vor der 10-Millionen-Schweiz. Zürcher Kantonsrätinnen und Kantonsräte sagen, ob die Initiative ein echtes Problem benennt – oder die Schweiz, wie wir sie kennen, auf den Kopf stellen könnte.
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Ein Hauch von Bundeshaus an der Bullingerstrasse
Reden, Wahlen, Blumensträusse und ein kleiner Abstecher in die fernen Weiten der Galaxien. Bild: Lorenz SteinmannIvo Bieri, frisch gekürter Gemeinderatspräsident von Zürich, ist fasziniert von der Idee der Vereinigten Föderation der Planeten. Es schwebt ihm eine friedliebende Koexistenz für das 125-köpfige Parlament vor. Und was macht Happy-Day-Star Röbi Koller auf der Tribüne? Ein Stimmungsbild des Rats in neuer Besetzung.
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Das bedeutet der Verkauf des „Tagblatts der Stadt Zürich“ politisch und wirtschaftlich
Das "Tagblatt" hat eine Auflage von etwa 100'000 Exemplaren pro Woche. Jetzt hat Christoph Blocher den Titel nach Bern verkauft. Wie lange solche Printzeitungen noch überleben, ist jedoch unklar. Bild: Lorenz SteinmannÜberraschend hat Christoph Blocher seine Zeitungen inklusive „Tagblatt der Stadt Zürich“ ans Nachrichtenportal Nau in Bern verkauft. CEO Yves Kilchenmann betont aber, dass man weiterhin Amtsblatt bleiben will – und 2027 wieder eine Offerte einzureichen gedenkt. Aus der Politik ist Skepsis spürbar.
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Die Politikerin aus Prinzip
„Ich gehöre nicht zu den Kantonsräten, die tausend Anfragen einreichen“, sagt Cristina Cortellini (53). Bild: Pascal TurinDie Grünliberale Cristina Cortellini ist Politikerin mit Leib und Seele. Sie liebt es, Verantwortung für ihre Wohngemeinde Dietlikon und für den Kanton Zürich zu übernehmen. Die Kantonsrätin sucht den Konsens – denn Extrempositionen sind ihr zuwider.
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Hier darf der SVP-Abgewanderte seine Abschiedsrede halten
"Die Fluktuation umfasst rund die Hälfte des Rates. Das überrascht nicht, ist doch das Entgelt für die Ratsarbeit seit Jahrzehnten konstant geblieben", so Bernhard im Oberdorf. Er hat als abgewählter Gemeinderat nun mehr Freizeit. Bild: zvgMitte-Gemeinderat Bernhard im Oberdorf nimmt Abschied aus dem Zürcher Gemeinderat. Weil er seine Rede trotz über 30 Jahren Ratszugehörigkeit nicht halten darf, kommt sie nun auf Rathuus. „Bio“, wie er oft genannt wird, kritisiert die hohe Fluktuation im Rat und die schlechte Entlöhung.
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Tobias Langenegger wollte FCZ-Fussballer werden, jetzt ist er bald Stadtrat
Das interessiert den zukünftigen Stadtrat Tobias Langenegger (SP) derzeit am meisten: explodierende Mieten. Bild: zvgIm indiskreten Interview mit Rathuus gibt der zukünftige Zürcher Stadtrat Tobias Langenegger (SP) Einblick in sein Leben und seine Haltungen. Zudem wird geklärt, was es mit seiner Genossenschaftswohnung auf sich hat.
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Streit zwischen drei Quartiervereinen und der Stadt Zürich eskaliert
Hatten Quartiervereine früher mehr Geltung? 1980 überreicht der damalige Seebacher Quartiervereinspräsident Fritz Senn dem ältesten Seebacher einen speziellen Seebacher Pass. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_L29-0005-0022-0004Die Quartiervereine Altstetten, Wipkingen und neuerdings auch Wiedikon unterschreiben die Vereinbarung mit der Stadt nicht. Dafür verzichten sie auf Subventionen. Ans jährliche Nobel-Treffen im Muraltengut will sie die Stadt aber trotzdem einladen.
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„Unterschriften sammeln gehört zur politischen Ochsentour“
SP-Kantonsrat Davide Loss (38) hat schon als Kind mit seinen Eltern die Tagesschau geschaut. "Ich wollte bereits damals alles wissen und verstehen. So kam ich früh in Berührung mit Politik." Bild: zvgIm indiskreten Rathuus-Fragebogen verrät SP-Kantonsrat Davide Loss, dass er mit Winston Churchill über dessen Europa-Ideen diskutieren möchte. Was er an Huldrych Zwingli gut findet – und welchen politischen Fehler er schon begangen hat.
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Politgeograf Michael Hermann überrascht durch Nähe zu den Bürgerlichen
Dieser Gastkommentar von Politgeograf Michael Hermann in der bürgerlichen "Wohnziitig Züri" gegen die zwei linken Wohninitiativen wirft Fragen auf. Bild: Pascal TurinDie Gegner der beiden Mieter-Initiativen, die am 14. Juni zur Abstimmung kommen, rühren mit der grossen Kelle an. Dazu konnten sie Politgeograf Michael Hermann ins Boot holen. Hermann sagt gegenüber Rathuus: „Es passt mir, wenn man mich nicht auf sicher politisch verorten kann.“
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Von Überraschungen und nicht mehr gewählten Polit-Promis
Nach gut 30 Jahren wurde Bernhard im Oberdorf nicht mehr in den Gemeinderat gewählt. Einer der Gründe: Er wechselte von der SVP zur Mitte. Bild: Lorenz SteinmannDie Verschiebungen bei den Parteistimmen im Zürcher Gemeinderat sorgten für dicke Überraschungen. Fazit: Viele Vorstösse und Medienpräsenz scheinen nicht nur förderlich für eine Wiederwahl.
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Schlägt jetzt die Stunde von Michael Baumer?
Der frisch wiedergewählte Stadtrat Michael Baumer (FDP) muss im zweiten Wahlgang der Stapiwahlen für die Bürgerlichen die Kohlen aus dem Feuer holen. Bild: Lorenz SteinmannBei den Zürcher Stadtratswahlen holen die Grünen einen dritten Sitz, während die FDP ihren zweiten Sitz verliert. Die Mitte bleibt im Gemeinderat, die EVP ist weg vom Fenster. Und FDP-Stadtrat Michael Baumer überlegt sich, im zweiten Wahlgang gegen SP-Stadtrat Raphael Golta im Kampf ums Stadtpräsidium anzutreten.
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Wenn der Tagi die bürgerliche Wende empfiehlt
Haben sie bald ausgelacht? Raphaela Birrer jedenfalls graut es vor noch mehr Rot-Grün im Zürcher Stadtrat. Also keinesfalls (v. l.) neben Stadtrat Daniel Leupi und Stadträtin Karin Rykart auch noch Nationalrat Balthasar Glättli (alle Grüne). Bild: zvgRaphaela Birrer, die Chefredaktorin des „Tages-Anzeigers“, hat in einem Leitartikel die politische Zusammensetzung des Stadtrats von Zürich mit nordkoreanischen Verhältnissen verglichen. Sie fordert einen politischen Wandel. Und der Zuspruch in den Kommentaren ist bemerkenswert hoch.
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Wenn der Zürcher Stadtrat mauert
GLP-Stadtrat Andreas Hauri scherte aus: "Ich verstehe die Sorgen im Kreis 1 sehr gut." Bild: zvgEine Umfrage vor den Wahlen in Zürich zeigt: Die amtierenden Stadträtinnen und Stadträte wollen sich nicht zum umstrittenen Thema der städtischen Wohnungsvergaben äussern. Die grosse Ausnahme ist Andreas Hauri von den Grünliberalen.
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„Mit Pierre Maudet aus Genf würde ich gerne mal ein Bier trinken“
"Vieles bewegt mich – global wie lokal. Das politische Weltgeschehen belastet mich", so SP-Kantonsrätin Birgit Tognella-Geertsen (58) im Rathuus-Fragebogen. Bild: zvgPolitikerin der Woche ist diesmal die SP-Kantionsrätin Birgit Tognella-Geertsen. Im indiskreten Fragebogen fürs Rathuus erzählt sie von ihren dänischen Wurzeln und erklärt, warum sie die Parkplatzdebatten benahe absurd findet.
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Im Spannungsfeld von günstigeren Abos und Kapazitätsgrenzen
Es steht Frage im Raum, wie der ÖV künftig finanzierbar bleiben und zugleich attraktiv genug sein soll. Bild: Pascal TurinDie SP will günstigere ÖV-Abos im ganzen Kanton Zürich, doch der Regierungsrat winkt ab. Unabhängig davon wächst bei bürgerlichen Politikerinnen und Politikern im Kantonsrat die Sorge, wie lange das ÖV-System dem steigenden Andrang noch standhält.
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Ein Beispiel, wie Politik Spass machen kann
Faszinierend: In Wallisellen fand kürzlich ein Politabend in Form eines lustigen Bingospiels statt. Der Andrang war überraschend hoch. Bild: Lorenz SteinmannEin Politanlass in Form eines Bingoabends? Die Grünen, die SP und das Mitte-links positionierte Forum Pro Wallisellen mobilisierten im Hinblick auf die Wahlen vom 8. März viele Politikinteressierte. Es wurde ein Happening mit Symbolwirkung.
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Er hat den Mut zur Unsicherheit
Bernhard im Oberdorf (Die Mitte) ist amtsältester Gemeinderat im Parlament der Stadt Zürich, mit bald 30 Jahren Zugehörigkeit. Zudem ist er seit 2023 Mitglied im Kantonsrat und dort ältestes Mitglied. Bild: Lorenz Steinmann„Zu viele Putin-Versteher und Trump-Verehrer!“ Bernhard im Oberdorf hat die SVP deswegen verlassen und politisiert bei der Mitte. Dass er für die Wahlen lediglich auf einem Listenplatz 3 steht, bereitet ihm wenig Sorge. Dabei könnte seine lange Politkarriere im Stadtzürcher Gemeinderat bald zu Ende gehen.
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Altes Kispi-Areal: Ängste, Begehrlichkeiten und Hoffnungen
Durch den Umzug des Kinderspitals im November 2024 ist in Hottingen ein grosser Leerstand entstanden. Das 1968 erbaute Bettenhaus, der Operationstrakt und der Wirtschaftstrakt sollen abgerissen werden. Bild: Pascal TurinDas Kinderspital ist längst in seinen Neubau gezogen. Das alte, rund 20’000 Quadratmeter grosse Gelände an bester Lage lädt zum Träumen ein. Der Kanton Zürich plant ein neues Gebäude für das Zentrum für Zahnmedizin – doch die Bevölkerung will das frühere Kispi erhalten. Jetzt bahnt sich eine Zwischennutzung an.
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„Bist du eigentlich ein Mann oder eine Frau?“ – Jascha zwischen Hort, Quartier und Parlament
Reelle Chancen: Jascha Harke steht auf der Liste der SP Wahlkreis 10 auf Platz 4, also nur einen Platz hinter den Bisherigen Florian Utz, Lisa Diggelmann und Matthias Egloff. Bild: Daria SemenovaJascha Harke ist 19 Jahre alt und kandidiert im März im Kreis 10 auf der SP-Liste für den Zürcher Gemeinderat. Ein Porträt im Gehen durch das kleine und grosse Zürich.
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Welche bekannten Namen nicht mehr antreten und welche Promis für Schub sorgen wollen
Vielleicht grafisch etwas überladen, aber inhaltlich durchaus originell: So präsentiert sich die GLP, die noch klassisch auf Plakate setzt. Bild: Lorenz SteinmannImmerhin 1081 Menschen bewerben sich um die 125 Sitze im Zürcher Gemeinderat. Doch nur knapp jede neunte Person wird auch tatsächlich gewählt am 8. März. Wir haben die Listen durchforstet – und ehren die nicht mehr Antretenden.
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