Länger arbeiten lohnt sich finanziell nicht in jedem Fall. Drei Zürcher Kantonsräte fordern darum einen Steuerabzug für Seniorinnen und Senioren. Aber es braucht auch ein Umdenken bei den Firmen, damit ältere Arbeitskräfte weiterbeschäftigt werden.
Wie heisst es doch im legendären Lied von Komiker Peach Weber: „Sun, fun and nothing to do.“ So stellt man sich also die Pensionierung vor. Pünktlich mit dem 65. Geburtstag werden Herr und Frau Schweizer fröhlich von ihren Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen verabschiedet und in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Vielleicht gibt es eine Wanduhr zum Abschiedsfest, einen Gutschein von Baumeler Reisen oder einen von Transa. Im letzten Lebensabschnitt widmet man sich dann dem eigenen Garten, langen Wanderungen und erfüllt sich den einen oder anderen langersehnten Reisewunsch. Alle sind happy und die frei werdenden Stellen werden durch junge Fachkräfte im besten Alter besetzt.
Aber die Realität ist eine andere. Die Wirtschaft klagt über Fachkräftemangel – doch das Know-how wird in die Pensionierung geschickt. Und viele ältere Schweizerinnen und Schweizer möchten auch nach 65 am Ball bleiben, zumindest in körperlich weniger anspruchsvollen Berufen. Kein Wunder, stösst unser starres Rentensystem auf Kritik, etwa in der Streitschrift „Schafft die Pensionierung ab“ von Felix E. Müller, über die wir Ende 2025 berichtet haben.
Donato Scognamiglio hat kürzlich Motion eingereicht
Ältere Mitarbeitende sind für die Unternehmen von hohem Wert. Dies zeigt eine Studie im Auftrag des Verbands Focus50plus. Hinter dem Verein stehen der Schweizerische Arbeitgeberverband und der Schweizerische Gewerbeverband. Zu den Erkenntnissen der Studie gehört, dass es deutlich Luft nach oben gibt, wenn es darum geht, Menschen über das Pensionsalter hinaus anzustellen beziehungsweise weiterzubeschäftigen. Oder wie es der „Tages-Anzeiger“ schreibt: „Tatsächlich beschäftigt nur eine Minderheit der hiesigen Firmen Angestel…
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