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„Taylor Swift, aber nur wegen der Armbändeli“

Tanja Maag will für die AL in den Stadtrat. Bild: Diana Studerus

Tanja Maag will 2026 für die AL einen Sitz im Zürcher Stadtrat holen. Für Rathuus hat die Gemeinderätin jetzt schon unseren indiskreten Fragebogen ausgefüllt. Die Politikerin über Angela Merkel, Anna Rosenwasser, Taylor Swift und darüber, warum sie im temporären Rathaus Hard bleiben möchte.

Tanja Maag, wie wurden Sie politisiert?
Durch meinen Erstberuf.

Apropos Erstberuf. Was wollten Sie als Kind werden?
Krankenschwester (so hiess das damals noch). Und das wurde ich dann auch.

Was beschäftigt Sie politisch gerade am meisten?
Die Wohnungskrise, die totalitären MachtHABER:innen auf dem Globus, die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern, Gewalt an Frauen, die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen, der Kapitalismus, das Nordische Modell (für Prostitution, Anm. d. Red.), Sans Papiers unter Druck, die psychische Gesundheit von jungen Erwachsenen, unser Leben auf Kosten des globalen Südens, die Zerstörung im Lötschen- und Maggiatal, die humanitäre Katastrophe in Gaza, der Zürcher Regierungsrat und, und, und.

Waren Sie Ihrer Partei schon immer treu oder hatten Sie mal Abwanderungsgelüste?
Sollte ich jemals Abwanderungsgelüste entwickeln gibt es für mich nur den Grauen Block.

Haben Sie auch schon Unterschriften für eine Initiative oder eine Petition gesammelt?
Oh ja! Ich liebe Unterschriften sammeln!

Welche Staatsmänner halten Sie – frei nach Max Frisch – für moralisch?
Angela Merkel – Sie merken, mir fällt grad kein Mann ein.


Lass dir den Artikel durch eine KI-gestützte Stimme vorlesen.

„Mit Anna Rosenwasser würde ich gerne einmal etwas trinken gehen. Sie wirkt mutig, intellektuell und herzlich.“

Mit wem würden Sie gerne einmal ein Bier, ein Glas Wein oder einen Tee trinken?
Mit Anna Rosenwasser. Sie wirkt mutig, intellektuell und herzlich.

Was ist Ihr Lieblingsrestaurant in der Stadt oder im Kanton Zürich?
Das Bebek an der Kalkbreite in Zürich.

Kaufen Sie das „Surprise“ und lesen Sie es auch?
Bei meiner Lieblingsverkäuferin beim Coop A-Park in Albisrieden. Ich lese immer mindestens einen Artikel und das Porträt eine:r Surpriseverkaufenden.

Was haben Sie bis heute leider noch nicht gemacht?
E-Bass spielen.

Wer ist für Sie die bedeutendste Zürcherin respektive der bedeutendste Zürcher?
Anna Heer (1863-1918), die erste Schweizer Chirurgin und Mitbegründerin der Schweizerischen Pflegerinnenschule mit Frauenspital. Die Institution bot 1901 eine professionelle, konfessionsunabhängige Ausbildung in Krankenpflege. Das war ungewöhnlich für damals.

Sex ohne Liebe, was halten Sie davon?
Brot ohne Butter.

Was war Ihr grösster politischer Erfolg?
Mit meiner Überzeugungskraft konnte ich die Wählerinnen und Wähler im Kreis 9 für mich als Newcomerin gewinnen. Seit meiner Wahl in den Gemeinderat setze ich mich ein für soziale Stadtentwicklung, Steuergerechtigkeit und eine starke öffentliche Gesundheitsversorgung, die für alle zugänglich ist.

Und welches Ihr grösster politischer Fauxpas?
Ich habe der bürgerlichen Ratsseite in einer flappigen Ausdrucksweise gesagt, sie hätten kein Recht auf eine Minderheitenposition (im Abstimmungsbüchlein).

„Ich will im Rathaus Hard bleiben. Mir gefällt der umfunktionierte grosszügige Raum.“

Wollen Sie das historische Rathaus zurück oder gefällt es Ihnen im Rathaus Hard?
Ich will im Rathaus Hard bleiben. Mir gefällt der umfunktionierte grosszügige Raum. Und ich habe keine Lust, meinen Sitznachbar:innen auf den Schoss zu fallen, wenn ich mal raus muss. (So stelle ich mir das Rathaus vom Hören sagen vor).

Portobello-Burger oder Poulet-Kebab?
Falafel.

Taylor Swift oder Beatrice Egli?
Taylor Swift, aber nur wegen der Armbändeli. Auf ihre Musik steh ich nicht.

Welches Hintergrundbild haben Sie auf Ihrem Handy?
Die Berglandschaft am Oberalppass.

Worauf freuen Sie sich?
Auf das Konzert von Amyl and the Sniffers im X-tra; mein Mix – Metal und Punk.

Und worüber können Sie lachen?
Über Wortspiele.

Tanja Maag ist Gemeinderätin der AL und Co-Präsidentin der AL-Gemeinderatsfraktion in der Stadt Zürich. Die ausgebildete Pflegefachfrau und Erwachsenenbildnerin arbeitet als Ausbildungsverantwortliche für Lernende und Studierende bei der Stiftung Diakoniewerk Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule. Als einen Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit nennt die 51-Jährige eine integrierte Gesundheitsversorgung. 2026 will sie für die AL einen Stadtratssitz in Zürich holen.

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