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Was das neue Schuljahr bringt

Ein dreistöckiges, grünes Gebäude mit vielen Fenstern und einem modernen Hochhaus im Hintergrund.Mit den verschrienen Schulcontainern hat das Gymi-Provisorium in Dübendorf nichts zu tun. Bild: Baudirektion

Die Ferien sind vorbei, jetzt wird wieder fleissig gelernt – zum Beispiel in Dübendorf. Dort hat der Kanton Zürich gerade ein 47-Millionen-Franken-Gymi-Provisorium eröffnet. Und der Bund schickt Schülerinnen und Schüler auf eine virtuelle Schatzsuche.

Mit dem Ende der Sommerferien rücken jeweils wieder Bildungsthemen ins Rampenlicht. So wurde kürzlich die Dübendorfer Filiale der Kantonsschule Stadelhofen von Baudirektor Martin Neukom (Grüne) und Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Die Mitte) eingeweiht. Die modernen Holzmodulbauten befinden sich auf dem Areal der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Die Filiale der Kanti Stadelhofen ist ein wichtiger Schritt Richtung Kantonsschule Glattal.

Das Schulhaus mit zwei Schultrakten und zwei Sporthallen bietet Platz für 650 Schülerinnen und Schüler. Aus dem Provisorium soll allerdings kein Providurium werden – wie etwa das Globus-Provisorium mit dem Coop in der Nähe des Hauptbahnhofs Zürich. Geplant ist, dass die Gebäude nur bis Ende der 2030er-Jahre stehen bleiben. Danach können sie theoretisch an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden. Das Projekt hatte eine Bauzeit von 15 Monaten und kostete insgesamt rund 47 Millionen Franken, wie der gemeinsamen Mitteilung der Baudirektion und der Bildungsdirektion zu entnehmen ist.

Die zweite Filiale der Kanti Stadelhofen ist im Innovationspark Zürich auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf geplant. Dort wird die Schule temporär in einem bestehenden Gebäude einziehen. Die Eröffnung findet laut Website des neuen Gymis auf das Schuljahr 2027/28 hin statt. Im Unterschied zum Empa-Gymi wird der Kanton für diesen Aussenstandort temporär ein Gebäude mieten, welches anschliessend durch den Innovationspark weitergenutzt wird.

Kreis 4 erhält nächstes Jahr ein eigenes Gymi

„Um einen geeigneten Standort für eine neue Kantonsschule zu finden und ihn zu realisieren, braucht es Zeit“, heisst es im Communiqué weiter. Wenn es darum gehe, kurzfristig Schulraum zur Verfügung zu stellen, setze der Kanton deshalb auf Provisorien. Mit den typischen und verschrienen Container-Provisorien von früher haben die temporären Bauten aber nichts zu tun. Das hat man schon beim 2024 eröffneten Gymi-Provisorium neben dem Polizei- und Justizzentrum gegenüber des Bahnhofs Hardbrücke gesehen. Dieses ist aktuell noch eine Filiale der Kantonsschule Wiedikon. Per Schuljahr 2027/28 wird die Kanti im Kreis 4 aber zur eigenständigen Kantonsschule Aussersihl. Das entschied der Kantonsrat im Juni.

Im Kanton Zürich besuchen rund 162’000 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2026/27 entweder einen Kindergarten, eine Primar- oder Sekundarschule. „Der erste Schultag ist für jedes Kind ein besonderer Moment – genauso wie für die Eltern. Ich wünsche den Schülerinnen und Schülern und den Lehrpersonen auf allen Stufen einen guten Start!“, sagte Regierungsrätin Steiner gemäss einer Presseaussendung anlässlich des ersten Schultags vergangene Woche.

Heller Gang mit grünen Türen, Schliessfächern und grossem Fenster mit Blick ins Grüne.Es kann auch schnell gehen: Das Projekt in Dübendorf hatte eine Bauzeit von 15 Monaten. Bild: Baudirektion

Bund lanciert virtuelle Schatzsuche für Schulklassen

Passend zum kürzlichen Schulstart hat das Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo) seine kostenlose Online-Schatzsuche auf www.schatz-karte.ch aktualisiert. Es geht dieses Mal um Schlösser, Burgen und Ruinen. Swisstopo will damit Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 15 Jahren mit Geodaten vertraut machen. Die Kinder und Jugendlichen sollen Luftbilder, Landeskarten oder Landschafts- und Höhenmodelle spielerisch erkunden können. 2023/24 durften die Schülerinnen und Schüler den Wasserreichtum unseres Landes entdecken, 2024/25 die Tierwelt der Schweiz kennenlernen und 2025/26 auf den Spuren unserer Kultur, Geschichte und Traditionen wandeln.

„In zehn erlebnisreichen Etappen begeben sich die Schülerinnen und Schüler auf die Spuren eines Geistes und entdecken verschiedene Themen im Zusammenhang mit historischen Bauten in der Schweiz“, schreibt Swisstopo in seiner Medienmitteilung. Dabei würden sie sich mit Karten und Geodaten vertraut machen. „Sie lernen, diese zu verstehen, zu interpretieren und zu nutzen: Koordinaten lesen, verschiedene Massstäbe erkennen oder wichtige geografische Merkmale finden“, so das Bundesamt weiter.

Swisstopo schenkt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Schatzsuche, die es bis zum Ziel schaffen, eine Landeskarte im Massstab 1:25’000 oder eine personalisierte Karte mySwissMap. Zudem kann jede Klasse am Wettbewerb teilnehmen und versuchen, einen Besuch bei Swisstopo in Wabern bei Bern oder einen finanziellen Zustupf für die Klassenkasse zu gewinnen.

Für Fans von Schlössern haben wir von Rathuus einen Tipp: Der Verband der Schweizer Schlösser – ja, den gibt es wirklich – mit Sitz im Schloss Wildegg im Kanton Aargau bietet eine gelungene Übersicht inklusive Veranstaltungstipps auf seiner Website. Am 4. Oktober ist Schlössertag. Auch das Schloss Kyburg beteiligt sich.

Screenshot der Website «Suche den Geist!» mit einer illustrierten Schweizer Landschaft und einem Spiel-Button.Swisstopo bietet Schulen eine Online-Schatzsuche zu Schlössern, Burgen und Ruinen an. Screenshot: Rathuus

PS: Wer sich vertieft mit Schülerzahlen beschäftigen möchte, dem empfehlen wir die Prognosen der Bildungsplanung. Auf der entsprechenden Website sind auch Informationen zu den Bezirken zu finden.

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