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EVP definitiv draussen – und Baumer verzichtet auf Stapi-Kandidatur

Eine Gruppe Männer und Frauen steht mit betretenem, traurigen Gesichtsausdruck in einem Halbkreis.Betretene Gesichter bei der EVP (v. l.): Claudia Rabelbauer, Stefan Reusser, Stefanie von Walterskirchen und Sandra Gallizzi erfahren am vergangenen Sonntag von der knappen Wahlniederlage. Bild: Lorenz Steinmann

Der Zürcher Stadtrat liess nochmals nachzählen: Die EVP hat den Sprung in den Gemeinderat wirklich ganz knapp verpasst.

Schlechte Nachrichten für die Evangelische Volkspartei (EVP): Die Nachzählung im Wahlkreis 12 bestätigt, dass die Zentrumspartei das 5-Prozent-Quorum nicht erreicht. Die EVP hat darum gemäss einem Communiqué des Zürcher Stadtrats in der Legislatur 2026 bis 2030 keinen Sitzanspruch im Gemeinderat. Bei der Nachzählung seien sämtliche Wahlzettel aus dem Kreis 12 und deren Verarbeitung überprüft worden.

Die EVP hatte im Wahlkreis 12 das 5-Prozent-Quorum mit 4,95 Prozent ganz knapp verpasst. Ausschlaggebend für dieses Resultat waren offenbar lediglich 28 Stimmen gewesen. Der Stadtrat ordnete deshalb eine Nachzählung an. Diese fand unter dem wachsamen Auge der Stadtkanzlei statt.

Als die EVP 2018 die Rückkehr in den Gemeinderat schaffte, war die Freude bei der Kleinpartei gross. Mit den aktuell drei Sitzen spielt die EVP aber höchstens noch als Zünglein an der Waage eine Rolle in der Stadtzürcher Politik. Sie fällt zu wenig auf und steht in direkter Konkurrenz zur Mitte, die ebenfalls bei jeder Wahl zittern muss. Nun hat die EVP Zeit, um sich neu aufzustellen.

Heute Freitag wurde ausserdem bekannt, dass sich FDP-Stadtrat Michael Baumer dagegen entschieden hat, im zweiten Wahlgang der Stadtpräsidiumswahlen gegen Raphael Golta (SP) in den Ring zu steigen. Er möchte seine Arbeit im Departement der Industriellen Betriebe weiterführen. Sozialdemokrat Golta dürfte also ohne Konkurrenz antreten können. Schade, wie wir von Rathuus finden. Aus unserer Sicht stossen die Freisinnigen die bürgerlichen Wählerinnen und Wähler mit diesem Entscheid vor den Kopf.

Der zweite Wahlgang findet am 10. Mai statt.

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