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So überstehst du Weihnachten und Silvester ohne Zoff

Flötenspielende Kinder sitzen in Eintracht in einem Bauernhaus vor einem durch Kerzen hell erleuchteten Weihnachtsbaum.O du fröhliche, o du selige: So idyllisch sind die Festtage nicht immer, aber das Bild von 1979 strahlt auf alle Fälle Weihnachtsmagie aus. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_LC1458-001-001

Familientreffen, Freunde, Festessen – und bloss nicht schon wieder über das Wetter reden. Wie du über die Festtage glänzen kannst, ohne Streit zu riskieren. Rathuus liefert dir vier Ideen für politisch angehauchte Gespräche und entspannte Abende.

Sie kommen immer näher, die Tage an denen wir mit Verwandten und Bekannten zusammenkommen und manchmal ein Lächeln aufsetzen, obwohl es in uns längst brodelt. An Weihnachten, aber auch an Silvester, kann die Stimmung rasch kippen, wenn das Gespräch auf heikle Themen gelenkt wird. Wer den Abend also endgültig zum Kochen bringen will, der spricht die SVP-wählende Tante aus Neerach auf die umstrittene „Keine 10-Millionen-Schweiz”-Initiative an – oder fragt den Stadtzürcher Cousin, frisch bei der Juso, warum die Erbschaftssteuer-Initiative so krachend gescheitert ist.

Aber ganz auf politische Gespräche zu verzichten, ist illusorisch. Was bliebe sonst – Sport und das Wetter? Darum liefert Rathuus Gesprächsstoff mit Zürich-Bezug für entspannte Abende ohne Zoff. Zumindest in der Theorie.


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1. So steht es um die Freiwilligenarbeit

Es ist eine interessante Auswertung, die das Statistische Amt Kanton Zürich veröffentlicht hat. Demnach verrichteten fast 40 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons ab 15 Jahren im Jahr 2024 unbezahlte Freiwilligenarbeit. „Sie engagierten sich in Organisationen oder Vereinen und leisteten Nachbarschaftshilfe, pflegten Erwachsene oder betreuten Kinder aus anderen Haushalten“, schreibt das Statistische Amt. Diese Engagements sind unbezahlt – allerdings sind symbolische Entschädigungen oder Spesenvergütungen nicht ausgeschlossen.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, leisteten rund 27 Prozent der Zürcher Einwohnerinnen und Einwohner informelle Hilfe und Unterstützung in der Nachbarschaft, im Freundeskreis oder in der Verwandtschaft. Dazu zählen die Betreuung von Enkelkindern, Einkaufs- oder Fahrdienste oder die Pflege von Verwandten oder Bekannten.

Spannend ist, dass das Engagement in Vereinen und Organisationen, die sogenannte institutionalisierte Freiwilligenarbeit, bei Männern und Frauen vergleichbar verbreitet ist. Aber: Frauen leisten signifikant häufiger informelle Freiwilligenarbeit als Männer. Letzteres sollte man am Esstisch vermutlich nur dann erwähnen, wenn man Diskussionen anzetteln will.

„Mit der neuen Velostation Stadelhofen haben wir einen weiteren Meilenstein in der Veloförderung erreicht“, sagt SP-Stadträtin Simone Brander.

2. So sieht die Velostation Stadelhofen aus

Kürzlich haben Stadträtin Simone Brander und Stadtrat André Odermatt (beide SP) gemeinsam mit Frederick Widl, Leiter Immobilien bei der Versicherung Axa Schweiz, die Velostation Stadelhofen eröffnet. Diese befindet sich unter dem eleganten neuen Gebäude des Architekten Santiago Calatrava und bietet rund 800 Abstellplätze.

„Mit der neuen Velostation Stadelhofen haben wir einen weiteren Meilenstein in der Veloförderung erreicht. Die Velofahrenden können ihr Velo nun auch am Bahnhof Stadelhofen trocken und sicher abstellen“, lässt sich Stadträtin Brander in der Mitteilung zitieren. Sie ist als Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements auch für die Veloförderung in der Limmatstadt zuständig. Hochbauvorsteher Odermatt ergänzt: „Mit der Velostation Stadelhofen verbinden wir herausragende Architektur mit praktischem Nutzen. Dank der Verbindung zum Bahnhof kommen die Velofahrenden noch schneller zu den Gleisen.“

Viele leere Veloständer in einem unterirdischen Raum.Blick in die Velostation Stadelhofen: So viel Platz hat es hier für Fahrräder. Bild: Tiefbauamt

Wer mit dem Velo eine Probefahrt machen will, erlebt ein typisches Parkhaus-Feeling, wie man es eher vom Autofahren her kennt. Recht enge Kurven, drei Parketagen und eine gewisse dumpfe Leere sorgen für ein spezielles Erlebnis. Es gibt übrigens vom Veloparkhaus einen direkten Durchgang zur Ladenpassage. Da herrscht aber Fahrverbot.

Im Erdgeschoss des Calatrava-Neubaus, dessen Besitzerin die Anlagestiftung der Axa ist, hat die Confiserie Bachmann aus Luzern eine Filiale eingerichtet. Kauftipp für alle Fleischesserinnen und Fleischesser: das kleine Silser-Salami-Sandwich.

3. So wohl fühlt sich der Biber bei uns

Das Amt für Landschaft und Natur, das zur Baudirektion gehört, hat tierische Zahlen veröffentlicht. Im Kanton leben laut dem neusten Bibermonitoring rund 520 Biber in 165 Revieren. „Der Bestand des einst ausgerotteten Nagers ist damit erneut gewachsen, seit der ersten Erhebung 2008 hat er sich mehr als verdreifacht“, heisst es in einer Mitteilung. Der Zuwachs habe sich allerdings in den letzten fünf Jahren abgeflacht und sei bei der Erhebung 2022 sogar leicht rückläufig gewesen. „Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Revierdichte im Norden des Kantons hoch und das Lebensraumpotenzial allmählich ausgeschöpft ist“, schreibt die Baudirektion.

Der Biber breitet sich nun zunehmend in den südlichen Kantonsteil aus, wo er gemäss Mitteilung bis vor kurzem kaum nachgewiesen wurde. „In den letzten Jahren sind viele neue Reviere dazugekommen, beispielsweise entlang der Sihl und der Limmat“, so der Kanton. Aber auch am Zürichsee hätten bei Wollishofen und Meilen neue Biberreviere verzeichnet werden können.

Der Biber gilt als „Baumeister der Natur“. Er gestaltet die Landschaft aktiv mit und fördert damit die Biodiversität. Wo er sich niederlässt, verdoppelt sich laut der Baudirektion die Artenvielfalt und vervielfacht sich die Anzahl der Tiere und Pflanzen insgesamt. Der Kanton lässt alle drei Jahre erheben, wo sich Biber angesiedelt haben. Freiwillige Helferinnen und Helfer schreiten dafür alle relevanten Gewässerabschnitte ab und halten Ausschau nach Biberspuren.

4. So viele Plätze bietet das Restaurant Bruderhaus

Gute Nachrichten für Ausflüglerinnen und Ausflügler: Bei kaltem oder nassem Wetter war der Innenraum des Restaurants Bruderhaus im gleichnamigen Wildpark bisher stark ausgelastet. Nach rund neun Monaten Bauzeit wurde nun aber die Erweiterung des Restaurants erfolgreich abgeschlossen, wie die Stadt Winterthur in einer Medienmitteilung schreibt. Die Gaststube wurde um dreissig Sitzplätze erweitert und bietet neu insgesamt Platz für 88 Gäste. Der Stadtrat hatte für das Bauprojekt einen Kredit von zwei Millionen Franken genehmigt.

„Mit dem Ausbau der Gaststube und dem neuen Aussenausschank kann der Betrieb des Restaurants ganzjährig flexibler und attraktiver gestaltet werden“, lässt sich SP-Stadtrat Kaspar Bopp, Vorsteher des Departements Finanzen, im Communiqué verlauten. Gerade in der kälteren Jahreszeit würden die Besuchenden des Wildparks und die weiteren Gäste von mehr Platz und einem verbesserten Angebot profitieren.

Rotes Restaurantgebäude, ein Willkommensschild steht vor der Eingangstür. Ein gepflasterter Bereich erstreckt sich bis zu einem Aussenbereich mit Sitzplätzen.Das Restaurant Bruderhaus in Winterthur ist ein beliebtes Freizeit- und Ausflugsziel. Bild: Stadt Winterthur

Laut Mitteilung orientiert sich die Erweiterung – realisiert als reiner Holzbau – gestalterisch am bestehenden Gebäude. Der Anbau soll Elemente der ursprünglichen Trinkhalle aus dem frühen 19. Jahrhundert aufnehmen. Im Aussenbereich ist zudem ein dauerhafter Ausschank entstanden, der bereits seit Juni in Betrieb ist. Der Wildpark Bruderhaus gehört der Stadt Winterthur und befindet sich im Quartier Heiligberg. Hier leben Wölfe, Mufflons, Wisente, Luchse und Wildschweine. Der Eintritt ist frei.

Und falls das Gespräch an den Festtagen doch einmal in einen Streit zu kippen droht: tief durchatmen und elegant das Thema wechseln. Im Notfall bleibt immer noch der Schneemangel oder die aktuelle Tabellensituation des FC Zürich.

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