Rund um das Thema Flughafen und dessen Ausbau wirkt die politische Führung der Stadt Zürich merkwürdig passiv. Generell ist der Beziehungsstatus zwischen der Stadt und dem Flughafen kompliziert. Gegenüber Rathuus bestätigt nun die Stadt, dass der Verkauf des Fünf-Prozent-Anteils an den Flughafenaktien dereinst durchaus möglich wäre. Eine Auslegeordnung.
Wenn es um den Flughafen, sein Wachstum und den entstehenden Fluglärm geht, fühlt man sich als Einwohnerin oder Einwohner von Zürich bemerkenswert unbeteiligt. Die Pisten liegen gefühlt irgendwo im Glatttal, dank den SBB ist man vom Hauptbahnhof in neun Minuten dort und der Rest ist vor allem Schweigen. Zumindest wird dieser Eindruck erweckt, wenn man den Stadtrat von Zürich zum Massstab nimmt.
In der Gemeindeordnung ist zwar die 2000-Watt-Gesellschaft verankert, also das Ziel, sehr, sehr energiesparsam zu leben. Die links-grün dominierte Stadtregierung macht sich aber oft rar, wenn es ums Thema Flughafen geht. Das hat durchaus einen triftigen Grund: Im achtköpfigen Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG ist auch Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) vertreten.
Die Stadt Zürich besitzt nur fünf Prozent der Flughafenaktien, der Kanton als Hauptaktionär 33 Prozent. Damit ist sie faktisch ohne Einfluss. Doch es gilt offensichtlich: Mitgehangen, mitgefangen. Denn als Advocatus Diaboli, also als bewusste Gegenpartei, tritt die Stadt praktisch nie auf. Oder es dringt fast nie etwas an die Öffentlichkeit. Um den schwierigen Spagat, den die Stadt bewerkstelligen muss, zu verdeutlichen, müssen wir an dieser Stelle etwas ausholen.
Konkret und aktuell geht es um ein Ausbauprojekt des Flughafens mit dem eher unverbindlichen Namen „Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL 2025)“. Es ist ein zurzeit von den Betroffenen heiss diskutiertes Papier des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL). Es will die bisherige Praxis des Flughafen Zürich AG auf eine verbindliche Verordnungsebene stellen.
Grob zusammengefasst dreht es sich um längere Betriebszeiten und angepasste An- und Abflugwege. Die Flughafen Zürich AG betont in ihrer Stellungnahme ans BAZL denn auch, dass die bestehenden Betriebszeiten von 6 bis 23.30 Uhr essenziell für den Drehkreuzbetrieb und die internationale Anbindung der Schweiz seien. Eine weitere Einschränkung könnte Langstreckenverbindungen gefährden und den Standort unattraktiver machen.
Reger Betrieb nach 23 Uhr
Die Stellungnahme des Flughafens ist darum bemerkenswert, weil in den letzten Jahren immer wieder darüber gestritten wurde, ob der Flughafen nun die gesetzlich eigentlich vorgegebene Nachtruhezeit ab 23 Uhr einhält oder nicht. So kritisierten Lobbyorganisationen wie der Verein „Flugschneise Süd – Nein“ und der Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich (SBFZ) stets, dass jährlich gut 2000 Flugzeuge – Tendenz steigend – nach 23 Uhr starten und landen.
Vom Flughafen hiess es bisher oft ausweichend, man halte die Nachtruhezeit von 23 Uhr bis 6 Uhr in der Regel ein. Aber ja, bis 23.30 Uhr müsse man Verspätungen abarbeiten. In Frankfurt hingegen als Beispiel ist um 23 Uhr einfach Schluss. Dass der Flughafen Zürich die zeitlichen Vorgaben grundsätzlich ausreizt, zeigt eine Praxis frühmorgens. Denn schon ab 05.45 Uhr heulen die Turbinen auf und die ersten Flugzeuge bringen sich in Stellung auf den Startbahnen. Um 05.59 Uhr erfolgt dann die Take-off-Erteilung des Towers, damit das erste Flugzeug Punkt 6 Uhr abhebt. Lärmig ist es somit schon einiges vor 6 Uhr, was sensible Ohren durchaus wahrnehmen.
Um auf die Aktualität zurückzukommen, der SIL 2025 wirft grosse Wellen. Viele betroffene Gemeinden wehren sich mit einer Replik an das BAZL, lehnen das neue Betriebsreglement ab und kommunizieren das aktiv, nicht aber die Stadt Zürich. Doch davon später.
Direktbetroffene kommunizieren aktiv
Auch die Gemeinden, welche unter anderem im Fluglärmforum Süd organisiert sind, sind gegen den Südstart über dicht besiedeltes Gebiet. „Return to sender“ ist auf der Website des Verbandes zu lesen. Das Fluglärmforum Süd ist ein weiterer Player im Flughafenknatsch, doch die Stadt Zürich ist hier nicht Mitglied, wie auch nicht im Verein „Flugschneise Süd – Nein“.
Gemeinden wie etwa Niederglatt haben beim BAZL offiziell Stellung zum Entwurf des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL 2025) genommen. Der Gemeinderat fordert darin striktere Lärmschutzmassnahmen, eine Begrenzung der Flugbewegungen sowie eine Sistierung des SIL-Verfahrens, bis neue Lärmgrenzwerte festgelegt sind. Somit schliesst sich der Gemeinderat grundsätzlich den Forderungen der vom SBFZ veröffentlichten Medienmitteilung an. Auch die Gemeinde Oberglatt lässt sich auf ihrer Website entsprechend zitieren. Moniert wird, dass der Bundesrat dem Flughafen Zürich faktisch einen „betrieblichen Bestandesschutz“ gewährt, meldet etwa die Newsseite Züriunterland24.
Flugverkehr über Witikon, Seebach, Oerlikon und Affoltern
Weil der neue Plan des BAZL und des Flughafens Starts über der Stadt Zürich einführen will, zumindest bei Nebel und bei Bise (also bei Wind aus dem Osten), rückt der Flughafen lärmmässig näher an Zürich. Denn künftig soll über Opfikon, Dübendorf und Witikon mit dem Abdrehen Richtung Uster gestartet werden, je nach dem aber auch über Opfikon mit Abdrehen der Flugzeuge nach Seebach, Oerlikon und Affoltern. „Mit dieser Änderung will man Starts über Zürich einführen“, heisst es aus Zürichs höchstgelegenem Quartier Witikon gegenüber dem Onlineportal Züriost.
Mauch und die Geheimhaltungspflicht
Weil aus dem Stadthaus kein Statement zu den Plänen des BAZL versandt wurde, fragte Rathuus nach. Bei SP-Stadtpräsidentin Corine Mauch, Zürichs Mitglied im Flughafen-Aktionariat. Doch deren Sprecher verwies sofort aufs Gesundheits- und Umweltdepartement, „da dieses für lärmrelevante Fragen rund um den Flughafen zuständig ist“. Wegen „Ferien- und Krankheitsabsenzen“ ging es dann nochmals zwei Wochen, bis die Antworten eintrafen.
Immerhin, Ivo Bähni, der Mediensprecher von Stadtrat Andreas Hauri (GLP), kommunizierte durchaus klar und deutlich und schien Corine Mauch aus dem Fokus zu nehmen. Man merkte aber auch, dass die Antworten punkto Flughafen schön austariert waren und durch einige Hände gegangen sein müssen. Und ja, fairerweise muss man anmerken, dass Corine Mauch ziemlich die Hände gebunden sind, respektive sie quasi stumm bleiben muss. Denn sie unterliegt als Verwaltungsratsmitglied einer Aktiengesellschaft (AG) aufgrund der aktienrechtlichen Treuepflicht schlicht und einfach der Geheimhaltungspflicht.
Stadt lehnt Südstarts geradeaus ab
Mediensprecher Ivo Bähni hingegen spricht Klartext auf die Frage, was die Stadt von den geplanten Südstarts geradeaus hält: „Wie bereits früher kommuniziert, lehnt die Stadt Zürich Südstarts geradeaus ab. Sie führen zu zusätzlicher Lärmbelastung im dicht besiedelten Gebiet südlich des Flughafens und erhöhen das Sicherheitsrisiko“.
Mit früher spricht Bähni etwa einen Stadtratsbeschluss von 2022 an, in dem der Stadtrat von der Flughafen Zürich AG (FZAG) „eine signifikante Senkung der CO2-Emissionen, des allgemeinen Ressourcenverbrauchs und der Lärmemission im direkten Einflussbereich der FZAG“ erwartet. Zudem solle der Flughafen „eine soziale und verantwortungsbewusste Arbeitgeberin sein und die tatsächliche Gleichstellung aller Geschlechter und allgemein die Inklusion auf allen Stufen und in allen Geschäftsfeldern fördern“. Ein Thema, das auch von Gewerkschaften immer mal wieder moniert wird gegenüber der Flughafen AG, sind tiefe Löhne und oft Angestelltenverhältnisse im Stundenlohn.
Richtungsweisende Abstimmung steht an
Was Ivo Bähni vom Gesundheits- und Umweltdepartement indirekt ins Feld führt, ist ein Vorstoss der Gemeinderäte Luca Maggi (Grüne) und Markus Knauss (Grüne), welche 2023 anregten, auf jene finanzielle Beteiligung am Flughafen zu verzichten, „die den umwelt- und sozialpolitischen Zielen der Stadt Zürich entgegenstehen“. Dieser Vorstoss der beiden linken Gemeinderäte trug dazu bei, dass nun am 18. Mai 2025 ein trocken tönendes Geschäft aus dem Departement von Daniel Leupi (Grüne) an die Urne gelangt. Der „Übertrag der Beteiligung an der Betreiberin des Flughafens vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen, Objektkredit von rund 334,04 Millionen Franken“.
Zur Erklärung: Zum Verwaltungsvermögen gehören jene Vermögenswerte, die der Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe dienen. Demgegenüber können Vermögenswerte des Finanzvermögens ohne Beeinträchtigung der öffentlichen Aufgabenerfüllung veräussert werden. Also dürften die fünf Prozent Aktien an der Flughafen Zürich AG dereinst vom Stadtrat rechtlich gesehen verkauft werden. Die Stadt Zürich könnte dann Oppositionspolitik betreiben, ohne Rücksicht aufs politisch anders tickende Aktionariat.
Grünes Licht vom Departement Mauch
Dies bestätigt denn auch Lukas Wigger vom Präsidialdepartement auf Nachfrage, wenn auch ein wenig verklausuliert: „Falls die Beteiligung an der Flughafen Zürich AG im Finanzvermögen bleibt, würde sie der Stadtrat zu gegebener Zeit und unter den für das Finanzvermögen geltenden Gesichtspunkten beurteilen. Dabei ist der Verkauf der Beteiligung eine mögliche Option, wobei mannigfaltige rechtliche Vorgaben einzuhalten wären.“
Bis es so weit ist, spielt die Stadt Zürich eine klassische Doppelrolle. So hat sie wie etwa das Fluglärmforum Süd beim BAZL im Rahmen der öffentlichen Auflage fristgerecht ihre Stellungnahme eingereicht. Laut Bähni vom Gesundheits- und Umweltdepartement begrüsst die Stadt, „dass das SIL-Objektblatt mit Blick auf den Lärmschutz angepasst werden soll, beurteilt den Entwurf jedoch als ungenügend“. Die Kritik lautet insbesondere, dass der Entwurf nicht den gesetzlichen Grundlagen entspreche, indem er in zahlreichen Punkten konkrete Vorgaben mache, anstatt die Rahmenbedingungen zu definieren. Also etwa bei den Lärmgebühren, den Südstarts und den Betriebseinschränkungen.
Weiter werden laut der Stadt Zürich zahlreiche Massnahmen zur Vermeidung von Verspätungen sowie zur Fluglärmreduktion ohne nachvollziehbare und belegte Begründung bereits definitiv ausgeschlossen. „Als besonders problematisch erachtet die Stadt Zürich auch die vorgesehenen Südstarts geradeaus, die eine zusätzliche Lärmbelastung für das dicht besiedelte Gebiet südlich des Flughafens – unter anderem Oerlikon und Schwamendingen – bedeuten und sicherheitstechnische Fragen aufwerfen“, so Bähni weiter.
Nicht alles nur schlecht im BAZL-Papier
Immerhin, es gebe auch Positives zu berichten über den BAZL-Vorschlag: „Der Entwurf enthält mit der Erhöhung der Lärmzuschläge im Nachtbetrieb für laute Flugzeuge Massnahmen zur Lärmreduktion an der Quelle“. Auch die Massnahmen zur Vermeidung von Verspätungen begrüsse die Stadt, sofern sie sich effektiv auf den Verspätungsabbau auswirkten, zu einer spürbaren Entlastung der von Lärm betroffenen Bevölkerung beitragen und nicht zu einem Kapazitätsausbau führten.
Auffällig ist, wie viele Verbände und Zusammenschlüsse es gibt, die sich den Kampf für mehr Ruhe und weniger Flugbewegungen auf die Fahne geschrieben haben. Es scheint, wie wenn diese oft ihr eigenes Süppchen kochten im Stil von „Flugverkehr Ja, aber bitte nicht in meinem Gebiet“. Am pointiertesten äusserte sich wie erwähnt das Fluglärmforum Süd. Gerade das Thema An- und Abflüge im Süden des Flughafens hat sich besonders diese Organisation mit immerhin 17 Mitgliedsgemeinden rund um Zürich auf die Fahne geschrieben.
Schon 2018 ein Nein aus Zürich
Laut Ivo Bähni ist die Stadt Zürich aber lieber in der „Allianz Ballungsraum Flughafen Süd“ dabei. „Um die Interessen in der unmittelbaren südlichen Nachbarschaft des Flughafens Zürich zu vertreten, haben sich die Städte und Gemeinden Dietlikon, Dübendorf, Opfikon, Wallisellen, Wangen-Brüttisellen und Zürich zur ‚Allianz Ballungsraum Flughafen Süd‘ zusammengeschlossen“, so Bähni.
Und ja, tatsächlich hat sich die Stadt Zürich 2018 mit der erwähnten Allianz sehr pointiert geäussert und das BAZL schon damals kritisiert: „Das BAZL hat heute das neue Betriebsreglement für den Flughafen Zürich öffentlich aufgelegt. Die Änderungen bedeuten vor allem mehr Lärm über dem dichtest besiedelten Gebiet im Süden des Flughafens. An Bisentagen soll künftig am Flughafen Zürich der ‚Südstart geradeaus‘ geflogen werden. Die direkt betroffenen Gemeinden der Allianz Ballungsraum Flughafen Süd werden gegen das Betriebsreglement Rechtsmittel ergreifen. Die rund 180’000 Menschen im direkten Süden des Flughafens sind bereits heute stark durch Fluglärm belastet“. Merke: Schon 2018 war das jetzt diskutierte Flugregime ein Thema.
Sieben Jahre später präsentierte der Flughafen eben die neusten Zahlen. Die Passagierzahlen 2024 sind praktisch gleich hoch wie im Vorkrisenjahr 2019. 2024 war somit das zweitstärkste Jahr in der Flughafengeschichte. Die Anzahl Flugbewegungen lag 2024 bei 261’103, dies entspricht einem Plus von sechs Prozent im Vergleich zu 2023. Die tollen Zahlen haben auch eine Schattenseite, vor allem für die Stadt Zürich, welche die Senkung des Energieverbrauchs in der Gemeindeverfassung festgeschrieben hat. Und zwar die Senkung des Energieverbrauchs jeder Einwohnerin und jedes Einwohners. Stichwort: 2000-Watt-Gesellschaft. Da liegen die Erfolgszahlen des Flughafens eigentlich quer in der Landschaft.
Frage an Mediensprecher Ivo Bähni: „Was unternimmt die Stadt Zürich gegen den stetigen Ausbau des Flughafens mit immer mehr Flugbewegungen?“ Die Antwort: „Die Senkung der Lärm- und CO2-Emissionen in der Luftfahrt muss aus Sicht des Stadtrats ein wichtiges Ziel bleiben“. Doch dann wird es allgemein: „Bestmöglicher Schutz der Bevölkerung vor Lärmauswirkungen“, „Umsetzung der Klima-, Umwelt- und Sozialziele, die sich an denjenigen der Stadt Zürich orientieren“. Plus das „Ja, aber“, dass man schon „hervorragende Dienstleistungen und ein grosses Netz an Direktverbindungen“ wünsche für die Zürcher Bevölkerung und die Zürcher Unternehmen, die Hochschulen und die Tourismusbranche. Dies gelte „namentlich zu Destinationen ohne attraktive Schienenanbindung“. Da ist er wieder, der Drahtseilakt. Entsprechend austariert ist auch das gelieferte Zitat von Stadtrat Andreas Hauri.
„Der Flughafen Zürich ist zentral für die Anbindung und die wirtschaftliche Stärke unseres Standorts. Ein leistungsfähiger Flughafen und der Schutz der Menschen müssen aber zusammen gedacht werden. Südstarts geradeaus bedeuten mehr Lärm und ein erhöhtes Risiko für dicht besiedelte Stadtquartiere. Warum das BAZL daran festhält, ist nicht nachvollziehbar. Die Stadt Zürich fordert eine sachgerechte Interessenabwägung, mit Lärmschutz und Sicherheit als zentrale Aspekte. Für die Stadt Zürich sind Südstarts geradeaus inakzeptabel“, betont Stadtrat und Umweltvorsteher Andreas Hauri.
Wer tritt wie auf bei der Abstimmung vom 18. Mai?
Was bleibt? Die schwierige Aufgabe, die die Stadt Zürich bewerkstelligen muss rund um die Flughafenthemen, ist deutlich spürbar. Gespannt darf man also auf den Abstimmungskampf sein im Vorfeld des 18. Mai 2025. Wie offensiv tritt die Stadt auf, um der Flughafen Zürich AG den Rücken kehren zu können, ohne die Verantwortlichen zu vergraulen? Wie stark wehren sich die Bürgerlichen, damit die Stadt Zürich Teil einer prosperierenden Unternehmung bleibt?
Dabei geht es um nichts weniger als eine fast 80-jährige Kooperation. Die Beteiligung der Stadt Zürich an der Flughafen Zürich AG begann nämlich in der Nachkriegszeit. Am 5. Mai 1946 stimmte die Stimmbevölkerung der Stadt Zürich einem Beitrag der Stadt im Umfang von 7,5 Millionen Franken an den Bau des „interkontinentalen Flughafens bei Kloten“ zu. Am gleichen Abstimmungssonntag genehmigte die Stimmbevölkerung des Kantons Zürich die Vorlage „Beschluss des Kantonsrates über den Bau eines interkontinentalen Flughafens in Kloten (36,8 Millionen Franken)“. Und so begann der Siegeszug der Könige der Lüfte auch im Raum Zürich. Auf Gelände, das vorher „im grossen Ried“ und „Oberglatter Allmend“ hiess.
Vielleicht ist abschliessend auch eine leise Kritik an den Medien angebracht, weil der Flughafen mit seiner Wachstumsstrategie punkto Lärm und Schadstoffemissionen jeweils nur dort ein Thema ist, wo die Auswirkungen direkt spürbar sind. Mit den geplanten Starts über Zürich und nicht nur in Zürich Nord könnte der Flughafen jedoch stärker zum Thema werden, auch beim “Tages-Anzeiger” und bei der “Neuen Zürcher Zeitung”.
Für das eben erst gegründete Rathuus bleibt es ein wichtiges Thema.

Neu sollen Flugzeuge vermehrt die Pisten 28 und 32 für Starts und Landungen in südliche Richtung nutzen. Das würde mehr Flugbewegungen über die Stadt Zürich und die Forch bedeuten. Bild: Lorenz Steinmann
Unsere Newsletter und unsere Podcast-Folgen auf Steady sind der richtige Ort dafür – kommentiere dort und sag uns, was du denkst:
Zu unseren Steady-Beiträgen