Unser Redaktionshund Waldo hat wieder einmal einen Blick in die Welt der Medien geworfen. Er sagt dir, was du unbedingt wissen musst und wo der Hund begraben liegt.
Waldo schnüffelt nicht nur gern an den Hinterteilen seiner Artgenossinnen und Artgenossen. Er gräbt sich mit Vorliebe durch die Medienwelt und spürt für dich Artikel, Podcasts und mehr auf. Waldo weiss definitiv Bescheid, wie schon der erste Text in dieser Rubrik zeigte.
Wenn ein Artikel oder eine Podcast-Folge hinter einer Paywall steckt, dann denk daran: Von Streicheleinheiten allein kann keine Journalistin und kein Journalist leben.
Ein Problem lösen, das es in Zürich vielleicht gar nicht gibt
Thomas Hug-Di Lena bringt es in seinem Text über autonomes Fahren auf den Punkt: „Robotaxis konkurrenzieren den bestehenden ÖV, verursachen zusätzlichen Verkehr durch Leerfahrten und senken die Hemmschwelle für motorisierte Fahrten“, schreibt der ausgebildete Raum- und Verkehrsplaner in seiner lesenswerten Kolumne auf dem Onlineportal Tsüri. Robotaxis, die in einigen US-Städten bereits zum Alltag gehören, sollen nämlich bald auch durch Zürich fahren. Aus Sicht von Hug-Di Lena, der übrigens im Vorstand der GLP Kreis 3 und 9 sitzt, braucht die Limmatstadt aber keine Robotaxis. Und seine Argumentation leuchtet ein.
Des einen Freud, des anderen Leid: das Fliegen
Der Flughafen Zürich eilt zwar von Passagierrekord zu Passagierrekord, aber den Fluglärm will trotzdem niemand haben. Das ist am Flughafen Frankfurt nicht viel anders. Dort steigt die Zahl der Fluggäste ebenfalls, auch wenn das Passagieraufkommen das Niveau vor der Corona-Pandemie noch nicht erreicht hat. Und eine weitere Parallele zu Kloten: Auch rund um Frankfurt am Main kämpfen Anwohnerinnen und Anwohner für ihre Nachtruhe. „Im Büro telefonieren? Nur noch bei geschlossenem Fenster möglich, sagt Claudia Lange. Nach fünf Uhr morgens fest schlafen? Seit Mitte Juli für viele hier auch vorbei“, beginnt „Spiegel“-Journalist Matthias Bartsch seinen Artikel. Ein Blick über den Gartenzaun, der sich lohnt.
Was einen guten Bundesrat (und eine gute Bundesrätin) ausmacht
In der Folge „Die besten Bundesräte der Geschichte – und die schlechtesten“ des Podcasts Politbüro des „Tages-Anzeigers“ wagt Fabian Renz ein Ranking unserer Landesregierung. Der Leiter des Ressorts Analyse und Meinungen geht dabei mit sehr viel Fingerspitzengefühl vor. Host Philipp Loser hätte sich wohl gewünscht, dass sich Renz ein bisschen mehr aus dem Fenster lehnt. Trotzdem ist die Folge hörenswert – insbesondere die Diskussion darüber, ob Frauen und Romands im Bundesrat anders bewertet werden als Männer und Deutschschweizer.
Die Zürcher Gemeinden als Schweizermacher
Ganz so zum Augenrollen wie im Filmklassiker „Die Schweizermacher“ mit Emil Steinberger und Walo Lüönd ist das Einbürgerungsverfahren zum Glück doch nicht: „Über diese Hürden müssen Einbürgerungswillige springen“, heisst der jüngst im „Stadt-Anzeiger“ Opfikon-Glattbrugg erschienene Text. Tobias Stepinski zeigt anhand der Beispiele Opfikon, Kloten und Wallisellen auf, wie sich Kosten, Ablauf und Dauer des Einbürgerungsverfahrens je nach Wohnort deutlich unterscheiden können. „Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal zwischen den Gemeinden ist der Umgang mit Einbürgerungsgesprächen“, schreibt der Journalist in seinem lesenswerten Artikel.

Waldo trägt ein neues Mäntelchen – Pascal Turin strahlt, als hätte er es selbst designt. Bildmontage: Rathuus