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Wenn’s gelb blinkt, wird’s gefährlich – aber nicht für alle

Zu sehen ist die Kreuzung Merkurstrasse/Zeltweg in Zürich nachts. Es blinkt das Lichsignal gelb.Die Kreuzung Merkurstrasse/Zeltweg im Zürcher Kreis 7. Eine für Fussgängerinnen und Fussgänger heikle Querung, wenn das Lichtsignal gelb blinkt. Denn zumindest ein Zebrastreifen liegt auf einer unübersichtlichen Kurve. Bild: Pascal Turin

Abends und nachts blinken viele Ampeln in Zürich gelb. Damit werden „unnötige Wartezeiten“ verhindert, so die Strategie der Stadt. Fussgängerinnen und Fussgänger müssen sich aber vor schnellen Autos in Acht nehmen. „Erhöhte Vorsicht ist geboten“, rät das Sicherheitsdepartement.

Wer nicht aufpasst, wird an der komplizierten Kreuzung Merkurstrasse/Zeltweg im Stadtzürcher Kreis 7 beinahe überfahren. Zumindest zwischen 21 und 6 Uhr blinken hier die Ampeln gelb – oder umgangssprachlich orange –, obwohl es mit Mittelinsel und mehreren Zebrastreifen ziemlich unübersichtlich ist.

Es ist eines von vielen Beispielen, wo Fussgängerinnen und Fussgänger auf der Hut sein müssen, wenn sie die Strasse in Randzeiten überqueren wollen. Zwar hat man Vortritt, doch das gelb blinkende Signal animiert Autofahrende, zuzufahren. Und das quasi mit amtlichem Segen. Denn laut der Dienstabteilung Verkehr, die zum Sicherheitsdepartement gehört, dienen die Ausschaltungen der Ampeln dazu, dass in der verkehrsschwachen Zeit keine „unnötigen Wartezeiten“ entstehen.

Die eingangs erwähnte brenzlige Situation ist aus der Sicht der Stadt keine: „Diese Erfahrung können wir nicht bestätigen. Uns war bisher keine Häufung gefährlicher Situationen bekannt an dieser Kreuzung.“ Für Hinweise sei man aber dankbar, und man überprüfe die Betriebszeiten.

Wobei man aus der Antwort nicht ganz schlau wird. Braucht es nun nochmals einen Hinweis – oder genügt der bereits gemachte?

Sie dient der Verkehrssicherheit

Generell will die Stadt Zürich am Vorgehen mit der diskutablen Gelb-Blinkerei festhalten, obwohl der Freizeitverkehr laufend zunimmt. „Zurzeit sind keine Anpassungen geplant.“ Und weiter: „Ausschlaggebend sind das Verhältnis zwischen der Morgen- bzw. Abendspitze und den verkehrsschwachen Zeiten sowie die Verkehrssicherheit“, so Chantal Stocker, Fachbearbeiterin Kommunikation bei der Dienstabteilung Verkehr.

Stocker erläutert, dass es in der Stadt Zürich drei Arten von Ampel-Betriebszeiten gebe. Bei den „Ausschaltungen“ werden die Ampeln auf gelb blinkend gestellt:

  1. Bei der Abendausschaltung läuft die Ampel von 6 bis 21 Uhr im Dreifarbenbetrieb – also Rot, Gelb, Grün.
  2. Bei der Nachtausschaltung läuft die Ampel von 6 bis 1 Uhr morgens auf Dreifarbenbetrieb. An diesen Örtlichkeiten verkehrt der ÖV.
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