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Wenn der Zürcher Stadtrat mauert

Zu sehen ist auf dem Bild GLP-Stadtrat Andreas Hauri.GLP-Stadtrat Andreas Hauri scherte aus: "Ich verstehe die Sorgen im Kreis 1 sehr gut." Bild: zvg

Eine Umfrage vor den Wahlen in Zürich zeigt: Die amtierenden Stadträtinnen und Stadträte wollen sich nicht zum umstrittenen Thema der städtischen Wohnungsvergaben äussern. Die grosse Ausnahme ist Andreas Hauri von den Grünliberalen.

Die Stadtzürcher Wahlen stehen vor der Tür. Das öffentliche Interesse sei aber gering, stellte Roger Schawinski gestern in seinem „Doppelpunkt“-Talk auf Radio 1 mehrmals fest. Immerhin lud Schawinski nach dem abtretenden Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) vor einer Woche am Sonntag abermals Politiker zu diesem Thema ein. Die beiden Gäste Michael Baumer (amtierender FDP-Stadtrat) und Balthasar Glättli (Kandidat der Grünen) gaben sich im einstündigen Gespräch aber so handzahm, als hätten sie sich schon auf eine gemeinsame Zukunft im Stadtrat geeinigt.

Als anderes, ja ebenfalls fragwürdiges Päckchen entpuppten sich kürzlich Antworten auf eine Umfrage des im Stadtzürcher Kreis 1 erscheinenden „Altstadt Kuriers“. Die amtierenden Stadträtinnen und Stadträte wollten zum Thema „Zufallsgenerator bei städtischen Wohnungen“ keine Antwort geben. Die wohltuende Ausnahme war Andreas Hauri von der GLP.

Ein dringendes Thema im Kreis 1

Doch der Reihe nach: Der Zufallsgenerator ist in der City darum ein dringendes Thema, weil es hier fast keine Genossenschaftswohnungen, geschweige denn Neubauwohnungen gibt. Dafür aber liegen 20 Prozent der städtischen Wohungen im Kreis 1 – also der Altstadt Zürichs.

Seit 2019 ist Feuer im Dach. Waren früher alteingesessene Liegenschaftenverwalter im Kreis 1 tätig, die sich durch die Bewerbungsdossiers ackerten, kommt seit 2019 der sogenannte Zufallsgenerator zum Einsatz. Er soll für mehr Fairness sorgen und verhindern, dass Personen bevorteilt werden. Tatsächlich seien die Dossiers früher, zu Zeiten von Stadtrat Martin Vollenwyder (FDP), hin und wieder subjektiv ausgewählt worden, und Wohnungen wurden manchmal unter der Hand weitergegeben.

Daniel Leupi (Grüne) hingegen, als Stadtzürcher Finanzvorsteher oberster Vermieter der total über 10’000 städtischen Wohnungen, setzt auf das unpersönliche Losverfahren. Etwas, was…

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