Startseite » Alle Beiträge » News » Die KI soll es mal wieder richten

Die KI soll es mal wieder richten

Blick in ein Grossraumbüro, ganz viele alte Computer mit Röhrenmonitoren. Die Angestellten sitzen an ihren Arbeitsplätzen.Die gute alte Zeit: Die Grossraumbüros waren 1992 noch bis auf den letzten Platz besetzt. Alle sitzen brav an ihren Computern und arbeiten fleissig bis zur nächsten Kaffeepause. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_C21-005-001-006

Bis 2050 sollen dem Kanton Zürich bis zu 300’000 Arbeitskräfte fehlen. Einer der Gründe: immer weniger Geburten. Einer Studie des Amts für Wirtschaft und des Beratungsunternehmens Deloitte zufolge könnte künstliche Intelligenz ein Teil der Lösung sein. Das Ziel ist nichts weniger als den Wohlstand zu sichern.

Wir erleben Tage voller Ungewissheiten. Ob Grönland, Iran, die Ukraine oder Venezuela – man fragt sich, wohin sich die Welt entwickelt. Aber während die Geopolitik trotz aller Wirren irgendwie erklärbar bleibt, sind andere Entwicklungen für die Menschheit vermutlich noch einschneidender. Ob im Krieg, in der Medizin oder in der Verwaltung: Die künstliche Intelligenz (KI) ist überall. Und jetzt soll sie auch noch das Problem mit dem prognostizierten Arbeitskräftemangel im Kanton Zürich lösen.

Die Digitalisierung und die KI müssen also wieder einmal als vermeintliche Heilsbringer herhalten. Wegen der demografischen Alterung – sinkende Geburtenrate – werden dem Kanton in den nächsten Jahrzehnten nämlich viele Arbeitskräfte fehlen. „Die Wirtschaftsleistung könnte um bis zu 20 Prozent tiefer ausfallen und damit den Wohlstand im Kanton Zürich bedrohen“, schreibt die Volkswirtschaftsdirektion in einer kürzlich verschickten Mitteilung. Eine neue Studie des Amts für Wirtschaft und des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt auf, welche Wirkung einzelne Hebel gegen den Mangel an Arbeitskräften haben können.

Hilfreich wäre es demnach, wenn die Menschen mehr arbeiten, die Arbeitenden ihr Pensum erhöhen oder länger erwerbstätig bleiben. Einen weiteren Hebel sehen die Studienautorinnen und Studienautoren bei einer Steigerung der Produktivität, etwa dank Digitalisierung und KI. Auch nicht verkehrt wäre eine Verjüngung der Altersstruktur – zum Beispiel durch Zuwanderung oder mehr Geburten.


Lass dir den Artikel durch eine KI-gestützte Stimme vorlesen.

Die Menschen werden älter und gleichzeitig werden, wie erwähnt, immer weniger Kinder geboren. Die Zahl der Personen im Rentenalter wächst deutlich schneller als jene der Erwerbstätigen. Je nach Szenario fehlen dem Kanton bis 2050 bis zu 300’000 Arbeitskräfte – wenn nichts getan wird. „Die demografische Entwicklung ist kein abstraktes Zukunftsszenario, sondern muss uns jetzt mit Hochdruck beschäftigen“, lässt sich Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) im Communiqué zitieren. „Um unseren Wohlstand zu sichern, müssen wir heute die richtigen Weichen stellen – gemeinsam mit Unternehmen, Sozialpa…

Lust auf Austausch?
Unsere Newsletter und unsere Podcast-Folgen auf Steady sind der richtige Ort dafür – kommentiere dort und sag uns, was du denkst:
Zu unseren Steady-Beiträgen