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Das beschäftigt Zürcher Politikerinnen und Politiker

Auf dem Foto ist im Hintergrund der Prime Tower zu sehen. Im Vordergrund sind die Köpfe der Politikerinnen und Politiker Sarah Fuchs (FDP), David Galeuchet (Grüne), Andrea Grossen-Aerni (EVP) und Marzena Kopp (Die Mitte) abgebildet.Vier Kantonsrätinnen und Kantonsräte gaben dem Rathuus Auskunft (v. l.): Marzena Kopp (Die Mitte), Sarah Fuchs (FDP), Andrea Grossen-Aerni (EVP) und David Galeuchet (Grüne). Bildmontage: Pascal Turin

Biodiversitätskrise, Bevölkerungswachstum, Gesundheitswesen oder Kantonsfinanzen. Wir haben Kantonsrätinnen und Kantonsräte danach gefragt, welche Herausforderungen 2025 auf den Kanton Zürich zukommen.

Die Feiertagspause ist vorbei – am vergangenen Montag ist der Kantonsrat ins Jahr 2025 gestartet. Wir haben die Gelegenheit genutzt und bei Kantonsrätinnen und Kantonsräten verschiedener Parteien schriftlich nachgefragt, welche politischen Ziele sie für das neue Jahr haben und welche Herausforderungen sie auf den Kanton zukommen sehen. Klar ist: Je nach Partei werden auch die Herausforderungen unterschiedlich eingeschätzt.

Da politische Arbeit hungrig macht, wollten wir von den Politikerinnen und Politikern ausserdem wissen, wo sie am liebsten essen gehen.


Sarah Fuchs (FDP)

Die FDP-Politikerin Sarah Fuchs steht neben einem Brunnen. Sie trägt eine Brille sowie ein dunkelblaues Business-Kostüme mit Rock und Blazer.Die FDP-Politikerin Sarah Fuchs sieht die grösste Herausforderung für den Kanton in den knappen Finanzen. Bild: zvg

Was ist Ihr wichtigstes politisches Anliegen für 2025?
Mein wichtigstes politisches Anliegen für 2025 ist, dass die Zürcher Stimmbevölkerung der ÖV-Initiative und ihrem Gegenvorschlag sowie der Mobilitätsinitiative zustimmen wird. Diese Initiativen sind entscheidend, um den öffentlichen Verkehr und den Individualverkehr im Kanton Zürich effizient und leistungsfähig zu erhalten. Ein starkes öffentliches Verkehrssystem trägt zur nachhaltigen Entwicklung des Kantons bei.

Was ist die grösste Herausforderung, die Sie dieses Jahr auf den Kanton Zürich zukommen sehen?
Die grösste Herausforderung für den Kanton Zürich sehe ich im Jahr 2025 in den knappen Kantonsfinanzen. Deshalb hat der Regierungsrat eine Priorisierung der Investitionen vorgenommen, welche die FDP unterstützt. Trotz begrenzter Ressourcen stehen wichtige Projekte im Bereich des öffentlichen Verkehrs und der Strassen an. Um die Infrastruktur und die Lebensqualität in Zürich langfristig zu sichern, braucht es einen sparsamen und effizienten Umgang mit Steuergeldern.

In welches Restaurant gehen Sie am liebsten essen?
Das Pop-up Luft8706 in Meilen öffnet unregelmässig seine Türen für Restaurantgäste. Deshalb sollte man sich die Gelegenheit für ein sehr feines Essen mit wunderbarer Aussicht über den See nicht entgehen lassen.


David Galeuchet (Grüne)

Der Grünen-Politiker David Galeuchet trägt ein weisss Hemd und ein braunes Jackett.Für den Grünen-Politiker David Galeuchet sind die beiden wichtigsten Themen unserer Generation die Klimakatastrophe und die Biodiversitätskrise. Bild: zvg

Was ist Ihr wichtigstes politisches Anliegen für 2025?
Die beiden wichtigsten Themen unserer Generation sind die Klimakatastrophe und die Biodiversitätskrise.

Ich setze mich dafür ein, dass wir bei diesen beiden Themen weitere Fortschritte machen können. Bald wird der Kantonsrat dazu ein Energiegesetz verabschieden, welches neue Klimamassnahmen auch für die Gemeinden ermöglicht. Daneben haben wollen wir auch im EKZ-Gesetz (EKZ steht für die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, die Red.) festlegen, dass unser Energieversorger fürs Klima einsetzt und auch in der Schweiz in die erneuerbaren Energien investiert.

Die Biodiversitätskrise wird noch deutlich zu wenig thematisiert! Der Verlust von Arten, der Verlust der genetischen Vielfalt innerhalb von Arten und der Verlust an diversen Lebensräumen grassiert massiv. Damit sägen wir an unserer eigenen Lebensgrundlage! Die Einführung einer ökologischen Infrastruktur – wie sie der Bund den Kantonen zur Aufgabe gemacht hat, ist zwingend nötig. Die Natur muss wieder mehr Raum bekommen und vernetzt werden, damit der Biodiversitätsverlust gebremst werden kann.

Was ist die grösste Herausforderung, die Sie dieses Jahr auf den Kanton Zürich zukommen sehen?
Neben den beiden oben erwähnten Themen sehe ich das Thema bezahlbarer Wohnraum als grosses Problem für die Bevölkerung. Es betrifft auch immer mehr die Agglomerations- und Landgemeinden im Kanton. Die Bevölkerung findet günstigen Wohnraum immer mehr in der Peripherie oder ausserhalb des Kantons Zürich und muss längere Arbeitswege auf sich nehmen. Eine völlig falsche Entwicklung. Deshalb muss auch in der Agglomeration mehr günstiger Wohnraum entstehen.

In welches Restaurant gehen Sie am liebsten essen?
Es ist wohl kein Geheimtipp. Ich esse gerne im Restaurant Zum Goldenen Kopf in Bülach. Dort gibt es traditionelle österreichische Küche. Leider lässt sich das Wirtepaar pensionieren – was sie wohlverdient haben. Deshalb muss man in den kommenden Monaten die letzten Chancen noch nutzen!


Andrea Grossen-Aerni (EVP)

Die EVP-Politikerin Andrea Grossen-Aerni will gemeinsam nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen im Kanton Zürich entwickeln. Bild: zvg

Was ist Ihr wichtigstes politisches Anliegen für 2025?
Dass wir immer wieder neu aufeinander zugehen, um gemeinsam nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen in unserem Kanton Zürich entwickeln.

Was ist die grösste Herausforderung, die Sie dieses Jahr auf den Kanton Zürich zukommen sehen?
Die Bevölkerung wächst rasant, und wir müssen nicht nur auf Veränderungen reagieren, sondern auch aktiv die Zukunft unseres Kantons gestalten. Es ist entscheidend, attraktiven Lebensraum zu schaffen, der den Bedürfnissen einer wachsenden Bevölkerung gerecht wird. Grün- und Freiräume müssen gezielt geschaffen und gepflegt werden. Die hohen Investitionen in neue Schulhäuser, Feuerwehrgebäude und Entsorgungsanlagen, die durch das Wachstum notwendig werden, sind eine enorme finanzielle Herausforderung. Auch finanzielle Ressourcen müssen nachhaltig und umsichtig eingesetzt werden.

In welches Restaurant gehen Sie am liebsten essen?
Das Café du Bonheur ist auf jeden Fall eine gute Adresse. Jeden Montag nach der Kantonsratssitzung ist unsere Fraktion dort anzutreffen.


Marzena Kopp (Die Mitte)

Die Mitte-Politikerin Marzena Kopp sitzt im Saal des Gemeinderats im temporären Rathaus Hard. Sie trägt eine Brille und einen blauen Blazer.Für Kantonsrätin Marzena Kopp (Die Mitte) ist ein wichtiges Thema die Elternzeit, die aus ihrer Sicht ein wichtiger Schritt in der Gleichstellung von Frau und Mann ist. Bild: zvg

Was ist Ihr wichtigstes politisches Anliegen für 2025?
Als Mitte-Politikerin engagiere ich mich für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Kompromisse und pragmatische Lösungen, die verbinden statt zu spalten, stehen dabei im Fokus. Ich setze mich für einen offenen Dialog mit allen Parteien ein, um so der zunehmenden Polarisierung aktiv entgegenzutreten. 

Ein wichtiges Thema bleibt die Elternzeit, die ein wichtiger Schritt in der Gleichstellung von Frau und Mann ist. Die Initiative „Gesunde Jugend Jetzt!“ von der Jungen Mitte bleibt ebenfalls auf der Traktandenliste. Die Initiative hat ein drängendes Problem adressiert. Wir werden die Umsetzung der ausgearbeiteten Massnahmen politisch begleiten. 

Was ist die grösste Herausforderung, die Sie dieses Jahr auf den Kanton Zürich zukommen sehen?
Es gibt verschiedene Herausforderung, die wir zu meistern haben. Ein zentrales Thema ist das Gesundheitswesen. Die steigenden Kosten belasten die Bevölkerung immer mehr. Der Ärztemangel, die Belastung des Pflegepersonals und die angespannte finanzielle Lage der Spitäler werden uns weiterhin beschäftigen. Der knappe Wohnraum bei hoher Nachfrage bleibt ebenfalls eine Herausforderung. Unter den hohen Wohnkosten leiden nicht nur die niedrigen Einkommen, sondern zunehmend auch der Mittelstand. Ferner gilt es, die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zürich zu pflegen. Es braucht eine Steuerpolitik, welche den Wegzug von Unternehmen aus unserem Kanton stoppt. Die Steuervorlage, über die wir dieses Jahr abstimmen werden, bringt eine moderate Steuererleichterung für die Unternehmen und stärkt diese.

In welches Restaurant gehen Sie am liebsten essen?
In alle Restaurants in Meilen. Ich habe kein Lieblingsrestaurant, denn ich schätze die Abwechslung – und Meilen, wo ich zu Hause bin, hat kulinarisch einiges zu bieten. Ich mag die Lokale im Dorf genauso wie die Restaurants direkt am Wasser, wo man zum Essen den Zürichsee geniessen kann. Aber auch das Restaurant auf dem Pfannenstiel ist empfehlenswert, das mit feiner Küche und mit Aussicht auf die Berge punktet.

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