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31 Unterrichts­zimmer, 80 Klassen und über 1500 Lernende

Regierungsrat Martin Neukom, mit Brille und weissem Hemd, steht neben Regierungsrätin Silvia Steiner mit Jackett und passender Business-Hose.Sie freuen sich bereits auf ihre Reden zur feierlichen Einweihung des Schul-Neubaus (v. l.): Regierungspräsident Martin Neukom (Grüne) und Regierungsrätin Silvia Steiner (Die Mitte). Bild: Pascal Turin

Bildungsdirektorin Silvia Steiner und Baudirektor Martin Neukom durften heute Freitag den Neubau der Baugewerblichen Berufsschule Zürich einweihen. Seit kurzem werden hier angehende Maurerinnen, Schreiner oder Zeichnerinnen unterrichtet.

Das erste Wort hatte Rektor Heinz Schlegel. Er durfte zurückschauen auf den Baustart und rief Erinnerungen an die Grundsteinlegung wach. Baudirektor Martin Neukom und Bildungsdirektorin Silvia Steiner hatten im September 2022 zur Schaufel gegriffen und damit den Startschuss für die Bauarbeiten gegeben. Heute Freitag wurde nun der Ersatzneubau der Baugewerblichen Berufsschule Zürich – kurz BBZ – nahe des Hauptbahnhofs Zürich offiziell eingeweiht.

“Ich bin ein Fan der Berufslehre”, sagte Regierungspräsident Martin Neukom in seiner Ansprache. Der Grünen-Politiker absolvierte ursprünglich eine Lehre als Konstrukteur, bevor er im Anschluss studierte. Ohne die Leute, die hier ausgebildet werden, könne ein solches Gebäude gar nicht gebaut werden. Doch er wolle nun keinen Exkurs in die Bildungspolitik machen, dies überlasse er Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Silvia Steiner.

„Besonders relevant heute beim Bauen ist die Nutzungsflexibilität“, führte der Baudirektor aus. Man wisse noch nicht, wie die Bedürfnisse in 30 Jahren aussehen würden. Darum sei es wichtig, dass die Räume in Zukunft relativ flexibel umgenutzt werden können. Stolz verwies Neukom zudem darauf, dass die neue Schule als „erstes Bildungsgebäude der Schweiz“ mit dem Label „Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz“ Stufe Gold des Netzwerks Nachhaltiges Bauen Schweiz zertifiziert wurde.


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Das Gebäude der BBZ. Davor sind zwei Autos parkiert, ein Flexity-Tram fährt vorbei.Das neue Schulhaus befindet sich an der Limmatstrasse in Zürich. Bild: Pascal Turin

Ins neue Gebäude eingezogen ist die Abteilung „Planung und Rohbau“. Hier werden seit dem Ende der Sommerferien rund 1500 Lernende in der Grundbildung und 750 Studierende in der Weiterbildung ausgebildet. Die Lernenden, die im Neubau an der Limmatstrasse 53 im Kreis 5 zur Schule gehen, wollen zum Beispiel Architekturmodellbauer, Maurerinnen, Schreiner oder Zeichnerinnen werden. In den 31 Unterrichtszimmern werden laut einer gemeinsamen Mitteilung der Baudirektion und der Bildungsdirektion insgesamt 80 Klassen unterrichtet.

Im Untergeschoss des Neubaus befinden sich die Sporthallen, im Erdgeschoss die Eingänge und im ersten Obergeschoss öffentlich zugängliche Räume wie Sekretariat, Mediothek und Mehrzweckraum. Die oberen Stockwerke bieten Klassenzimmer, Gruppenarbeitsräume und Lernnischen. Auf dem Dach hat es eine Photovoltaikanlage. Geheizt wird mit Fernwärme.

Kanton investiert in die Berufsbildung

“Mit der Einweihung des Schulhauses setzen wir ein Zeichen für die Berufsbildung im Bereich Bau“, sagte Silvia Steiner (Die Mitte) am Anlass. Ihr sei bewusst, dass es aufwendiger sei, junge Menschen für Bauberufe zu begeistern als für andere Berufe, bei denen man mit sauberen Händen an einem Schreibtisch sitze. Es brauche darum Perspektiven und attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Bildungsdirektorin nannte das Stichwort Durchlässigkeit und verwies auf die Maurer: Rund 40 Prozent der Maurerabsolventinnen und -absolventen qualifizieren sich weiter auf die Kaderstufe oder machen eine Weiterbildung im Bereich der höheren Berufsbildung.

Das Projekt stammt aus der Feder des Zürcher Architekturbüros Gunz und Künzle. Der Ersatzneubau kostete rund 50 Millionen Franken. Er ist ein Teil der sogenannten Berufsbildungsmeile, die im Gebiet zwischen Hauptbahnhof und Limmatplatz entstehen soll. Das Hauptschulhaus der BBZ befindet sich nur rund zwei Minuten Fussmarsch entfernt an der Reishauerstrasse 2. Dort gehen unter anderem angehende Metallbauerinnen und Heizungsinstallateure in den Unterricht. Ebenfalls in der Nähe sind die Allgemeine Berufsschule Zürich an der Ausstellungsstrasse und die Berufsschule Mode und Gestaltung an der Ackerstrasse.

Blick durch ein grosses, rundes Fenster in eine der Sporthallen des Neubaus der BBZ.Im Untergeschoss des Gebäudes befinden sich zwei Sporthallen. Bild: Pascal Turin
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