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Sie sagt der Knallerei den Kampf an

Eine ältere Frau sitzt auf einem Sofa in einer Stube, umringt von drei Hunden. Auf dem sofa hat es viele Kissen, links zudem eine Zimmerpflanze.Ingrid Pfyffer mit ihren drei Hunden Shorty, Juno und Benji. Sie hat in Wallisellen eine Iniative gegen lautes Feuerwerk lanciert. Sie ist zuversichtlich, dass es an der Gemeindeversammlung ein Ja zu ihrer Initiative gibt. Bild: Lorenz Steinmann

Ingrid Pfyffer aus Wallisellen hat im Alleingang die lokale Initiative „Verbot von lärmendem Feuerwerk“ lanciert. Sie will das Gleiche wie die nationale Initiative, die bald zur Abstimmung kommt. Beide Vorlagen haben gute Chancen, angenommen zu werden – befeuert durch die jüngsten Gewaltausschreitungen in Zürich.

Das gibt es höchst selten bei einem nationalen Volksbegehren: Die Initiative „Für eine Einschränkung von Feuerwerk“ hat hervorragende Chancen, angenommen zu werden. Eine erste Umfrage der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft zeigte kürzlich, dass Stand jetzt knapp 70 Prozent eher oder klar für das Verbot von lauten Feuerwerkskörpern mit Ausnahmen stimmen würden.

Für den Politologen Lukas Golder vom Meinungsforschungsinstitut GFS Bern käme es einer Überraschung gleich, würde die Volksinitiative noch abgelehnt. Dazu kommen zwei Gewaltausschreitungen in Zürich in den letzten Wochen, die gemäss einem „Blick“-Artikel die öffentliche, und bereits eher negative Meinung zu Böllern und zu Feuerwerk noch verstärkt haben.

Sogar Nationalrätin Bettina Balmer zweifelt

So ist die Stadtzürcher FDP-Nationalrätin Bettina Balmer zwar gegen das Feuerwerksverbot, doch sie musste gegenüber dem „Blick“ eingestehen, „dass die Eigenverantwortung bei Feuerwerkskörpern nicht funktioniert“. Trotzdem ist sie gegen das nationale Verbot. Die Entscheidung, ob respektive wie Verbote gehandhabt würden, solle gemäss Balmer bei den Gemeinden und den Kantonen liegen, nicht beim Bund. Sie ist also nicht für Böller und lautes Feuerwerk – aber dagegen, dass das Thema auf nationaler Ebene behandelt wird, indem es in die Verfassung kommt.

Genau diesen Weg – also das Erwirken eines Verbots auf Gemeindeebene – hat Ingrid Pfyffer beschritten.

In Wallisellen, einer Agglo-Stadt an der Glatt mit knapp 18’000 Einwohnerinnen und Einwohnern, hat Pfyffer dazu die demokratische Form der Einzelinitiative gewählt. Der „Anzeiger von Wallisellen“ berichtete kürzlich darüber. Für die Einzelinitiative las sich Pfyffer in die Materie ein und fand den entsprechenden Passus in der Gemeindeordnung von Wallisellen. Sprich: Jede Stimmberechtigte und jeder Stimmberechtigte kann mit einem ausformulierten Anliegen an den Stadtrat gelangen. Nach der rechtlichen Prüfung steht einer Abstimmung vor der Gemeindeversammlung nichts im Weg. Ein basisdemokratisches Instrument, das gar nicht mal so oft genutzt wird.

Initiantin unterstützt nationales Verbot

Für Ingrid Pfyffer ist Lärm an und für sich nichts Ungewöhnliches. So muss sie täglich den lauten Flugverkehr erdulden – etwa die grossen Langstreckenflieger, die fast genau über Pfyffers Haus abdrehen in die USA od…

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