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Der Hunde-Blick auf die Medien

Braun-weißer Hund mit grünem Geschirr sitzt im Halbschatten auf einer Wiese neben einem Kiesweg. Waldo sitzt schon bereit — jetzt müssen die Medienhäppchen nur noch apportiert werden. Bild: Pascal Turin

„Neue Zürcher Zeitung“, Schweizer Radio und Fernsehen und mehr: Redaktionshund Waldo hat wieder die Fährte aufgenommen. Hier sind seine Medientipps für Politikinteressierte.

Wuff, wuff – legen wir gleich ohne Umschweife los. Unser Redaktionshund hat einen Blick in die Welt der Medien geworfen. Hier findest du Texte, Podcast-Folgen oder Radio-Berichte, die Lust machen, selbst reinzulesen oder reinzuhören. Waldo sagt dir, was du unbedingt wissen musst und wo der Hund begraben liegt. Wenn ein Artikel oder eine Podcast-Folge hinter einer Paywall steckt, dann denk daran: Von Streicheleinheiten allein kann keine Journalistin und kein Journalist leben.

Der Kampf gegen Drogen

Zürcherinnen und Zürcher mit einem langen Gedächtnis erinnern sich an die Drogenszene auf dem Platzspitz neben dem Landesmuseum oder jene im stillgelegten Bahnhof Letten, wo es fast noch schlimmer war als im berüchtigten Needle Park. Doch der Drogenkonsum im öffentlichen Raum scheint eine Renaissance zu erleben. Mitte Juli verschickte die Stadt ein Communiqué, das im Sommerloch von den Medien dankend in ihre Berichterstattung aufgenommen wurde: „Besonders betroffen sind die Gebiete rund um die Bäckeranlage, das Kasernenareal, der Bereich Hauptbahnhof/Gleis 3 und Gessnerallee sowie in den Abendstunden der Schanzengraben“, heisst es in der Presseaussendung. Bemerkenswert ist, dass damit die Stadt erstmals offiziell den HB beziehungsweise das Gleis 3 als Drogen-Hotspot erwähnt. Der Ort war zwar bereits zuvor als Brennpunkt bekannt, wurde aber öffentlich lange nur wenig thematisiert.

Auch das „Regionaljournal Zürich Schaffhausen“ des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) hat sich dem Thema angenommen und mit Gewerblern gesprochen. Die Gewerbetreibenden berichten im hörenswerten Beitrag von Süchtigen, die direkt vor ihren Läden stehen und Drogen konsumieren. „Die Gessnerallee ist einer von vier Orten, die sie als Brennpunkte der offenen Drogenszene markiert hat“, schreibt SRF auf seiner News-Website. Dort seien seit Kurzem häufiger Polizeipatrouillen unterwegs.

Der Kampf gegen die Hitze

Die Hitze ist für uns alle eine grosse Belastung, auch für Redaktionshund Waldo, der wie alle seine Artgenossinnen und Artgenossen seine Körpertemperatur nicht durch Schwitzen regulieren kann. Aber ältere Menschen leiden besonders – und es kann für sie sogar lebensgefährlich werden. Die „Neue Zürcher Zeitung“ geht der Frage nach, wie Zürcher Heime alte Menschen vor der Hitze schützen. „Die Hitze kann bestehende Krankheiten verstärken, insbesondere Herz-Kreislauf-, Hirngefäss- und Atemwegserkrankungen“, schreibt die NZZ im Artikel. Es bestehe eine erhöhte Gefahr von Dehydrierung, Schwindel und Kollaps.

Journalist Giorgio Scherrer nimmt das altehrwürdige Gesundheitszentrum für das Alter Bürgerasyl-Pfrundhaus im Kreis 1 als Ausgangslage und erklärt in seinem lesenswerten Text, was die Stadt tut, um die Seniorinnen und Senioren in ihren Alters- und Pflegeheimen durch diesen viel zu heissen Sommer zu bringen.

Der Chrampf im Fitnessstudio

„Ich finde es attraktiv, wenn er zum Pilates mitkommt“ – mit so einem Titel weckt der „Tages-Anzeiger“ bei Gym-Aficionado Waldo natürlich sofort das Interesse. Und um dieses Pärchen geht es: Sie ist die 33-jährige Gloria aus Zürich. Er ist ihr im Text altersloser Partner Silvio. Im durchaus mit Augenzwinkern geschriebenen, aber sehr informativen Stück wird das Sporttreiben in Beziehungen beleuchtet.

„Gemeinsames Trainieren tut einer Beziehung grundsätzlich gut“, sagt Paartherapeutin Sara Frank im vom Journalisten Martin Fischer verfassten Artikel. Wer zusammen Sport treibe, nehme sich bewusst Zeit füreinander und plane diese ein. Man verfolge gemeinsame Ziele und teile Erfolge – das schaffe Verbundenheit.

Der Kampf um Gold

Gold ist seit der Antike ein Symbol für Einfluss und Macht. Der Podcast „Der Rest ist Geschichte“ vom Deutschlandfunk hat sich dem gelblich glänzenden Metall gewidmet. „Als Zahlungsmittel und Gegenwert hat Gold zur Stabilität von Finanzmärkten beigetragen – aber auch zu Krisen“, heisst es in der Folgenbeschreibung.

Kunsthistoriker und Journalist Jörg Biesler führt mit seiner angenehmen Stimme durch eine gehaltvolle Folge, die nicht nur klärt, was Gold ist, sondern auch beschreibt, welche Konsequenzen der Goldrausch in Nordamerika hatte. Er spricht mit Ulrike Neyer, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität Düsseldorf, sowie Bernd-Stefan Grewe, Direktor des Instituts für Geschichtsdidaktik und Public History an der Universität Tübingen.

Nicht Thema ist, dass die Schweiz eine Drehscheibe für Gold ist. Wie die auf Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ausgerichtete Onlineplattform Swissinfo letztes Jahr berichtete, gilt das Tessin als Herz des weltweiten Goldhandels.


Unser Redaktionshund Waldo erhält für seine Artikel Unterstützung aus der Redaktion, meistens von seinem menschlichen Erziehungsberechtigten Pascal Turin.