Jascha Harke ist 19 Jahre alt und kandidiert im März im Kreis 10 auf der SP-Liste für den Zürcher Gemeinderat. Ein Porträt im Gehen durch das kleine und grosse Zürich.
Wir sind unterwegs durch die Stadt, durch Quartiere, Erinnerungen und politische Felder – und sprechen dabei über Wohnraumdruck, über Betreuungsschlüssel, über Kultur, die nicht gefallen muss, sondern herausfordern darf.
Über den einzigen guten Teil an einem Networking-Apéro: den Apéro selbst. Und darüber, was es bedeutet, wenn Kinder einen fragend anschauen und sagen: „Bist du eigentlich ein Mann oder eine Frau?“
Unterwegssein als Zustand
Jascha ist immer in Bewegung – nicht nur physisch, sondern auch in Gedanken, Projekten, Alltagsstrukturen.
Auf die Frage, ob es möglich sei, mal nichts zu tun, kommt ein klares „Nein“. Dann, als offenbar logische Konsequenz: „Das ist mein grösster Albtraum. Ich habe wirklich schon Angst vor der Pensionierung.“ Jascha wirkt dabei bestimmt und hebt die Stimme, sodass der Eindruck einer echten, wenn auch noch weit entfernten Befürchtung entsteht.
Ja gut, hier fährt er, Jascha Harke. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Er ist oft per Velo unterwegs und immer in Bewegung – nicht nur physisch, sondern auch in Gedanken, Projekten, Alltagsstrukturen. Bild: Daria SemenovaDer Alltag lässt das Warten und Stillstehen ohnehin nicht zu. Jascha vikarisiert in verschiedenen Horten der Stadt, wird tage- oder wochenweise an neue Standorte geschickt, kennt die Abläufe in vielen Teams, sieht, wo es rund läuft, wo Ressourcen fehlen, wo Eltern überlastet sind, wo Kinder auffangen, was zu Hause zu kurz kommt.
„Wenn man ein bisschen herumkommt – und ich komme gerne in Zürich herum –, dann lernt man die Stadt an neuen Orten kennen.“ Ein Navigieren mit verschiedenen Zielen – und teils ohne Ziel, einfach mal schauen, wo es einen hinführt, durch eine …

Reelle Chancen: Jascha Harke steht auf der Liste der SP Wahlkreis 10 auf Platz 4, also nur einen Platz hinter den Bisherigen Florian Utz, Lisa Diggelmann und Matthias Egloff. Bild: Daria Semenova
Unsere Newsletter und unsere Podcast-Folgen auf Steady sind der richtige Ort dafür – kommentiere dort und sag uns, was du denkst:
Zu unseren Steady-Beiträgen